Brüderpaare bei der WM 2026: Ein einzigartiges Turnier

Brüderpaare bei der WM 2026: Ein einzigartiges Turnier

Bei der WM 2026 stehen insgesamt acht Brüderpaare auf dem Spielfeld, wobei einige von ihnen für unterschiedliche Länder antreten und möglicherweise gegeneinander spielen könnten.

Washington, DC – Die WM 2026 wird bereits vor dem ersten Anpfiff als ein Turnier der Rekorde gefeiert. Mit 48 teilnehmenden Nationen erreicht das Turnier eine nie dagewesene Größe. Neben dieser beeindruckenden Zahl ist die Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada auch besonders, weil gleich acht Brüderpaare in die WM-Kader berufen wurden.

Einige dieser Brüderpaare spielen für verschiedene Nationalmannschaften. Dazu gehört das bekannte Duo Désiré und Guéla Doué. Der 21-jährige Désiré vertritt Frankreich und gilt als einer der vielversprechendsten Spieler des Turniers. Zuletzt feierte er mit Paris Saint-Germain den Gewinn der Champions League. Sein zwei Jahre älterer Bruder Guéla hingegen spielt für die Elfenbeinküste und ist als Rechtsverteidiger beim RC Straßburg unter Vertrag.

Das Besondere daran: Beide Brüder könnten sich während der WM tatsächlich gegenüberstehen. Die Elfenbeinküste spielt in Gruppe E zusammen mit Deutschland, während Frankreich in Gruppe I platziert ist. Aufgrund der möglichen Kreuzungen der Gruppen in der K.-o.-Runde könnte ein Familienduell bereits ab dem Sechzehntelfinale stattfinden.

Ein weiteres Beispiel sind Nico und Iñaki Williams, die beide für Athletic Bilbao spielen, jedoch bei der WM 2026 unterschiedliche Wege gehen. Während Nico ein zentraler Bestandteil der spanischen Offensive ist, läuft sein älterer Bruder Iñaki für die ghanaische Nationalmannschaft auf. Auch hier ist ein Duell in der K.-o.-Runde theoretisch möglich.

Derrick Luckassen hat es ebenfalls in den Kader der Black Stars geschafft, während sein sechs Jahre jüngerer Bruder Brian für die Niederlande spielt. Ein Aufeinandertreffen in der K.-o.-Phase ist auch hier denkbar. Schottland und Australien haben ebenfalls eine familiäre Verbindung: John Souttar gehört zum schottischen Aufgebot, während sein Bruder Harry für die Socceroos spielt. Beide sind Innenverteidiger.

Für Theo und Lucas Hernández ist die Situation entspannter, da beide im Kader von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps stehen. Der ehemalige Bayern-Star Lucas Hernández spielt mittlerweile für Paris Saint-Germain, während sein Bruder Theo im Sommer 2025 zu Al-Hilal in die Saudi Pro League gewechselt ist.

Auch bei Deutschlands Auftaktgegner Curaçao sind zwei Brüder im Kader: Leandro und Juninho Bacuna. Leandro führt die Mannschaft als Kapitän an. Beide Mittelfeldspieler können auf Einsätze in der Premier League und der Eredivisie zurückblicken. Den Abschluss der Liste bilden Laros und Deroy Duarte von den Kapverden.

Ursprünglich hätte auch ein Brüderpaar aus den Niederlanden an der WM teilnehmen sollen. Quinten Timber ist dabei, während sein Bruder Jurriën aufgrund einer Leistenverletzung kurz vor Turnierbeginn aus dem Kader gestrichen wurde.

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