Lothar Matthäus prognostiziert WM 2026: Spanien als Favorit
Frankfurt – Lothar Matthäus, der Rekordnationalspieler Deutschlands, hat seine Prognosen für die WM 2026 abgegeben und sieht Spanien als den klaren Favoriten auf den Titel. In einer umfassenden Analyse für Sport Bild hat der 64-Jährige alle 104 Spiele des Turniers in den USA, Kanada und Mexiko getippt. Matthäus erwartet, dass die deutsche Nationalmannschaft das Halbfinale erreicht, dort jedoch an den späteren Weltmeistern aus Spanien scheitert. „Spanien hat eine hervorragend eingespielte Mannschaft“, erklärt der Sky-Experte seine Wahl.
Die Bayern-Legende widmete einen ganzen Vormittag der Analyse und betont, dass das gute Klima innerhalb der spanischen Mannschaft einen entscheidenden Vorteil darstellt, insbesondere bei einem Turnier in Nordamerika. „Die WM wird für die Spieler extrem lang erscheinen, sowohl wegen des Modus als auch aufgrund der fehlenden klassischen Fußball-Atmosphäre“, so Matthäus.
Für Deutschland prognostiziert Matthäus einen erfolgreichen Verlauf des Turniers. Er setzt auf Manuel Neuer und erwartet, dass die DFB-Elf die Gruppe E souverän gewinnt, beginnend mit einem beeindruckenden 7:0-Sieg gegen Curaçao. „Deutschland gewinnt bei mir die Gruppe E und trifft zunächst auf Schottland, ein Wiedersehen nach dem Auftakt bei der Heim-EM 2024“, erklärt der Weltmeister von 1990.
Im Achtelfinale trifft Deutschland auf Norwegen, wo sie erst nach Verlängerung gewinnen. Im Viertelfinale erwartet Matthäus ein Duell gegen Marokko, dem er ein gutes Turnier zutraut. „Für Deutschland, das sich während eines Turniers weiterentwickelt, ist das eine lösbare Aufgabe“, äußert sich der 64-Jährige optimistisch.
Das Halbfinale gegen Spanien wird für die Nagelsmann-Elf zur Endstation. „Wieder ist Spanien, die unglaublich eingespielt sind, die Endstation. Wieder nach Verlängerung, wie in Stuttgart 2024“, tippt Matthäus in Anspielung auf das EM-Viertelfinale. Im Spiel um Platz drei besiegt Deutschland schließlich Argentinien mit 2:1.
Matthäus sieht England mit Trainer Thomas Tuchel als zweiten Finalisten. „Mit dem Ex-Bayern-Trainer blieben die Three Lions während der gesamten WM-Qualifikation ohne Gegentor“, lobt der Rekordnationalspieler. Im Finale setzen sich die Spanier mit 2:1 gegen England durch und krönen sich zum Weltmeister.
Die WM 2026 wird mit 48 Teams und 104 Spielen die größte ihrer Art sein. „Es war auch noch nie so einfach, die Vorrunde zu überstehen“, analysiert Matthäus den neuen Modus kritisch. 32 Mannschaften kommen weiter, was seiner Meinung nach den Wettbewerb etwas verwässert. Dennoch freut sich der Weltmeister von 1990 auf das Turnier: „Nichts würde ich mir mehr wünschen als einen erneuten WM-Sieg!“