Bundestrainer Nagelsmann beruft Frankfurter Spieler für WM-Qualifikation

Bundestrainer Nagelsmann beruft Frankfurter Spieler für WM-Qualifikation

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat für die WM-Qualifikationsspiele am 4. September gegen die Slowakei in Bratislava und am 7. September gegen Nordirland in der Kölner Arena erstmals den Frankfurter Nnamdi Collins neben Robin Koch nominiert. Jonathan Burkardt bleibt vorerst außen vor, steht jedoch weiterhin im Fokus des Trainers.

In den 1970er Jahren war es nicht ungewöhnlich, dass Spieler von Eintracht Frankfurt in der Nationalmannschaft regelmäßig vertreten waren. Legenden wie Jürgen Grabowski, Bernd Hölzenbein und Karl-Heinz Körbel trugen häufig das Trikot der Nationalelf. Diese Zeiten scheinen zwar noch in der Ferne, doch die Nominierung von Koch und Collins zeigt, dass die Eintracht wieder an Bedeutung gewinnt.

Burkardt, der als einer der wenigen nominierten Stürmer nicht berücksichtigt wurde, hat laut Nagelsmann in den letzten Spielen nicht die gleiche Leistung gezeigt wie in Mainz. Der 25-Jährige habe mit Eintracht Frankfurt einen „okayen“ Saisonstart hingelegt und müsse sich noch weiterentwickeln. Dennoch betonte Nagelsmann, dass die Tür für Burkardt „mehr als nur einen Spalt offen“ steht.

Nnamdi Collins, 21 Jahre alt, hat hingegen die Chance ergriffen. Nagelsmann lobte besonders seine körperliche Präsenz und Schnelligkeit, die ihm sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der rechten Abwehrseite zugutekommen. Mit Joshua Kimmichs geplanter Rückversetzung ins zentrale Mittelfeld ergeben sich für Collins neue Perspektiven.

Auch der Mainzer Paul Nebel, der sich auf der Rechtsaußen-Position durchgesetzt hat, wurde von Nagelsmann gelobt. Er sei „super gallig“ und zeige hervorragende Leistungen im Dribbling sowie im Training. Nebels Notbremse zum Bundesliga-Start wurde ihm großzügig nachgesehen, was er sich laut Nagelsmann verdient habe.

Eine weitere Überraschung ist die Nominierung von Finn Dahmen, der aus der Mainzer Nachwuchsakademie stammt. Der 27-jährige Torwart, der nach einem Konkurrenzkampf mit Robin Zentner zum FC Augsburg gewechselt ist, hat sich durch seine fußballerischen Fähigkeiten hervorgetan, was im Nationalteam besonders geschätzt wird.

Nagelsmann richtete seinen Blick auch nach Frankfurt, wo neben Burkardt weitere Talente wie Nathaniel Brown und der neu verpflichtete Torwart Michael Zetterer im Fokus stehen. „Bei der Eintracht spielen einige deutsche Spieler, das ist gut für uns“, äußerte der Bundestrainer während seiner Pressekonferenz im DFB-Campus, bevor er sich aufmachte, um die Bayern im DFB-Pokal zu beobachten.

Nagelsmann sieht die Eintracht auch in dieser Saison auf einem guten Weg und lobt besonders die Zusammenarbeit mit seinem ehemaligen Co-Trainer Dino Toppmöller sowie den Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche. „Markus ist ein genialer Manager, das war er schon, als wir gemeinsam bei RB Leipzig waren“, so Nagelsmann. Die Eintracht habe sich zu einer starken Einheit entwickelt, was Nagelsmann besonders schätzt.

Topics

Related news