Eintracht Frankfurt: Nnamdi Collins für die Nationalmannschaft nominiert

Eintracht Frankfurt: Nnamdi Collins für die Nationalmannschaft nominiert

Eintracht Frankfurt hat unter dem Sportvorstand Markus Krösche in den letzten Jahren durchdachte Transfers getätigt, wobei ein aktueller Deal als besonders erfolgreich gilt.

Frankfurt – Wenn die deutsche Nationalmannschaft am Donnerstagabend (20:45 Uhr) in Bratislava gegen die Slowakei in die WM-Qualifikation startet, könnte Nnamdi Collins von Eintracht Frankfurt sein Debüt im DFB-Dress geben. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat den Abwehrspieler erstmals in den Kader berufen, was einen bedeutenden Schritt in seiner noch jungen Karriere darstellt.

Markus Krösche freut sich über diese Entwicklung. Als Collins im Sommer 2023 Borussia Dortmund verließ, war neben den Hessen auch die AS Rom an ihm interessiert, und der damalige Trainer José Mourinho hatte sich intensiv mit dem gebürtigen Düsseldorfer auseinandergesetzt.

In einem exklusiven Interview mit Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, erklärte Collins bereits im November des vergangenen Jahres: „Mir war bewusst, was für ein Typ Mourinho ist und was er als Trainer erreicht hat. Es war das erste Mal in meiner Karriere, dass ich einem Trainer gegenüber saß, der so viel erreicht hat. Das war eine große Ehre für mich.“

Letztendlich setzte sich jedoch Krösche durch. „Die Eintracht konnte mir den überzeugenderen Plan aufzeigen. Außerdem war es mir wichtig, in Deutschland zu bleiben und mich hier zu etablieren“, so Collins. Rund 24 Monate später kann Krösche auf einen erfolgreichen Transfer zurückblicken.

Frankfurt verpflichtete den ehemaligen U19-Kapitän von Borussia Dortmund laut exklusiven Informationen von Absolut Fussball für eine Grundsumme von 400.000 Euro, die durch minimale Boni auf 700.000 Euro anstieg. Der BVB sicherte sich weder eine Weiterverkaufsbeteiligung noch eine Rückkaufoption.

Interessanterweise hat Collins mittlerweile den Spieler, der seinen Abgang beschleunigte, überholt. Niklas Süle kam zwar ablösefrei vom FC Bayern München, jedoch in einer finanziell anderen Dimension. Für Collins war kein Platz im Kader, da der Verein ihm keine Perspektive bieten konnte. Krösche und sein Scoutingteam hatten diese Situation genau im Blick.

Bei Eintracht Frankfurt benötigte Collins jedoch Geduld. Zunächst scheiterte eine angedachte Leihe nach Österreich oder in die Niederlande. Er sammelte Spielpraxis in der Regionalliga mit der zweiten Mannschaft, bevor Trainer Dino Toppmöller ihn im Winter 2024 in die erste Mannschaft berief. Sein Debüt gab er im April gegen Werder Bremen (1:1) und war anschließend deutlich näher dran an der ersten Elf.

Im darauffolgenden Sommer musste eine grundlegende Entscheidung getroffen werden: Leihe nach Nürnberg oder Verbleib mit realistischen Chancen? Collins entschied sich zu bleiben und überzeugte vor allem in der zweiten Pokalrunde gegen Borussia Mönchengladbach (2:1). Sein Marktwert stieg bereits auf zehn Millionen Euro.

Die Nominierung durch Nagelsmann dürfte bald zu einem weiteren Aufstieg in seiner Karriere führen. Bei Eintracht Frankfurt bleibt Collins auch in der aktuellen Saison ein wichtiger Spieler für Toppmöller. Je höher die Kette steht, desto entscheidender werden Faktoren wie Geschwindigkeit und Körperlichkeit. Und wie sieht es bei Nagelsmann aus?

Collins zeichnet sich dadurch aus, dass er sowohl als Innen- als auch als rechter Außenverteidiger spielen kann. Er ist taktisch und technisch gut ausgebildet und kann in einem System mit Vierer- oder Fünferkette agieren. In der Rolle als Schienenspieler zeigt er beeindruckende Willensstärke, Courage und Dynamik. Diese Flexibilität ist ein großer Vorteil der „kleinen Maschine“!

Er hat das Potenzial, der nächste Spieler zu werden, der in den Bereich der 50-Millionen-Euro-Marke aufsteigt. Collins muss jedoch an zwei Aspekten arbeiten: Er zeigt phasenweise zu wenig Einsatz und verlässt sich zu sehr auf sein Tempo. Zudem ist das Thema Konstanz wichtig. Bei einem so jungen Spieler ist dies jedoch Kritik auf hohem Niveau.

Wer zu einer Weltmeisterschaft reisen möchte, muss jedoch alle Defizite beheben. Collins zeigt die Bereitschaft, an sich zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln. Daher sticht dieser Transfer von Krösche, trotz der Konkurrenz von Omar Marmoush, Willian Pacho oder Hugo Ekitiké, besonders hervor.

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