Bundestrainer Nagelsmann gibt Kader für WM-Testspiele bekannt

Bundestrainer Nagelsmann gibt Kader für WM-Testspiele bekannt

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat seinen Kader für die bevorstehenden WM-Testspiele nominiert und einen besonderen Plan für die Sturmspitze vorgestellt.

Frankfurt – Die Vorbereitungen für die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada nehmen Fahrt auf. Am Donnerstag gab Nagelsmann den Kader für die Länderspiele gegen die Schweiz am 27. März und Ghana am 30. März bekannt. Dabei überraschte er mit einigen Personalentscheidungen und gab gleichzeitig einen aufschlussreichen Einblick in seine Planungen für den Angriff, wo ein spannender Dreikampf zu erwarten ist.

Auf der Pressekonferenz stellte Nagelsmann klar, dass von den drei nominierten Stürmern – Karim Adeyemi, Maximilian Beier und Kevin Schade – „höchstens ein oder zwei zur WM mitfahren“ werden. Aktuell hat es nur Schade in den Kader für März geschafft. Der Bundestrainer möchte dem Brentford-Angreifer die Möglichkeit geben, sich auf Augenhöhe mit seinen Mitbewerbern zu präsentieren.

Für Schade ist die Nominierung keineswegs selbstverständlich. Seine bisherige Geschichte im DFB-Team gleicht einer Achterbahnfahrt. Unter Hansi Flick wurde er 2023 erstmals in die A-Nationalmannschaft berufen, konnte sich jedoch nicht dauerhaft etablieren und wurde zudem von einer Adduktorenverletzung zurückgeworfen.

Unter Flicks Nachfolger Nagelsmann spielte Schade zunächst keine Rolle und erhielt im Oktober 2024 gegen die Niederlande lediglich 13 Minuten Spielzeit. Seine folgende Nominierung im Oktober 2025 war kurios: Zunächst wurde er nicht berücksichtigt, dann für den verletzten Jamie Leweling nachnominiert, um letztlich doch nicht im Kader für die Spiele gegen Luxemburg und Nordirland zu landen.

In den letzten Länderspielen im vergangenen November gehörte Schade dann wieder zum Kader. Nun folgt die nächste Nominierung, die Nagelsmann mit den sogenannten Soft Facts begründete. „Wir wollen Kevin Schade eine Chance geben, um auf dasselbe Niveau bei den Soft Facts zu kommen wie die anderen beiden, die viele der Spieler aus der Nationalmannschaft und den Vereinen kennen“, sagte der Bundestrainer. Schade spiele „alleine in Brentford“ – abseits der gewohnten Bundesliga-Strukturen, ohne die eingespielten Verbindungen, die Adeyemi und Beier mitbringen.

Alle drei Stürmer hätten „die gleichen Chancen“, betonte der Bundestrainer. Doch die Zeit drängt, denn Ende Mai wird der endgültige WM-Kader nominiert. Nagelsmann machte zudem deutlich, dass der Kader für März dem WM-Aufgebot bereits stark ähneln wird, jedoch noch keine endgültige Entscheidung darstellt. „Dieser Kader wird dem bei der WM ähneln, aber er ist noch keine WM-Nominierung“, stellte er klar.

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