BVB besiegt Bayer Leverkusen: Guirassy sorgt für Aufregung

BVB besiegt Bayer Leverkusen: Guirassy sorgt für Aufregung

Borussia Dortmund hat mit einem 2:1-Sieg gegen Bayer Leverkusen triumphiert, wobei die Aktionen von Serhou Guirassy nach seiner Auswechslung für Aufregung sorgten. Trainer Niko Kovač äußerte sich zu den Vorfällen.

In den Katakomben der BayArena herrschte eine freundliche Atmosphäre. Nach dem Spiel trafen frühere Teamkollegen und Landsleute beider Klubs bei einem Pressegespräch von Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl zusammen. Leverkusen-Boss Fernando Carro ließ es sich nicht nehmen, Grüße aus der Mixed Zone zu übermitteln.

Serhou Guirassy passte jedoch nicht ganz in dieses Bild. Der Stürmer verließ die Kabine deutlich vor seinen BVB-Kollegen und machte sich mit einem eher ernsten Gesichtsausdruck auf den Weg zum Mannschaftsbus. Während des Bundesliga-Spitzenspiels sorgte Guirassy für Aufsehen, als er bei seiner Auswechslung den obligatorischen Handschlag mit Niko Kovač verweigerte.

Seine Auswechslung nach einer Stunde wirkte fast wie eine Majestätsbeleidigung, da Guirassy zuvor eine große Chance vergeben hatte. Möglicherweise trug der zentral platzierte Kopfball zu seinem Unmut bei.

„Man darf das nicht überbewerten“, erklärte Kovač in der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Ich verstehe, dass ein Spieler nicht vom Feld möchte. Serhou und ich sind ein Herz und eine Seele. Das ist kein Scherz, das meine ich ernst“, betonte der Trainer. Zuvor hatte bereits Karim Adeyemi für Aufsehen gesorgt, als er nach seiner Auswechslung eine Flasche warf.

Kovač versicherte, dass bei Guirassy nichts hängen geblieben sei. „Es ist alles in Ordnung und war nicht einmal schlecht. Es wäre nicht gut, wenn jemand grinsend und lachend das Feld verlässt“, sagte Kovač und verwies auf die „Adrenalin und Emotionen“, die er seinen Spielern zugestehen wolle.

Guirassy bleibt für Dortmunds Trainer der „wichtigste Stürmer“. „Ich glaube, er weiß auch, wie wichtig ich für ihn bin, weil ich ihn unterstützen werde, solange ich hier bin und er hier ist“, fügte Kovač hinzu. Dies wurde auch von Kehl in der Mixed Zone hervorgehoben. „Der Trainer war in den letzten Wochen unglaublich positiv, auch in Bezug auf ihn“, sagte Kehl.

„Er hat ihm immer wieder sein Vertrauen geschenkt“, so Kehl gegenüber Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports. Es sei jedoch ebenso wichtig, auch anderen Spielern Chancen zu geben. „Das sind die Impulse, die wir brauchen. Unsere Bank ist extrem stark. Wir haben viele Spieler, die es auch verdienen, zu spielen“, erklärte Kehl weiter.

Eine spannende Frage bleibt, ob Guirassy auch im DFB-Pokal am Dienstagabend gegen Leverkusen den Vorzug erhält. Fábio Silva hat sich mit seiner starken Leistung, bei der er den Treffer zum 2:0 durch Adeyemi vorbereitete, empfohlen. Es ist jedoch durchaus möglich, dass Kovač gerade jetzt an Guirassy festhält. Ein Herz und eine Seele, eben.

Topics

Related news