BVB nach Remis gegen Stuttgart: Stimmung auf dem Tiefpunkt?
Nach dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart herrscht bei Borussia Dortmund große Enttäuschung. Eine Äußerung von Maximilian Beier geht Trainer Niko Kovač jedoch zu weit.
Dortmund – Mit dem 3:3-Unentschieden gegen den VfB Stuttgart hat Borussia Dortmund einige unerfreuliche Serien fortgesetzt. Gegen die Schwaben wartet der BVB nun bereits seit sieben Pflichtspielen auf einen Sieg. In dieser Saison konnte der Verein keinen Topgegner besiegen, und die späten Gegentore werden zunehmend zum eigenen Ärgernis, besonders nachdem Deniz Undav in der Nachspielzeit den Endstand erzielte.
Bereits beim Hamburger SV hatte der BVB vor der Länderspielpause in der Nachspielzeit zwei Punkte verloren. Berücksichtigt man die 1:4-Niederlage gegen Manchester City in der Champions League, sind es nun drei Spiele ohne Sieg – eine weitere Negativserie. Die Stimmung wurde besonders durch den späten Jubel über das Tor von Karim Adeyemi, gefolgt von der Trauer über das Remis, stark beeinträchtigt.
Maximilian Beier äußerte im Interview mit dem TV-Sender Sky, dass die Mannschaft „am Boden“ sei. Für diese Aussage hatte Trainer Niko Kovač in der Pressekonferenz ein Lächeln übrig. „Zu Beginn der Saison hat er gesagt, wir wollen Meister werden. Jetzt sind wir am Boden. Wir müssen nicht alles glauben, was der Junge sagt. Wahrscheinlich hat er zu viel Laktat im Körper“, schmunzelte der 54-Jährige.
Zur Erinnerung: Nach dem 2:0-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim hatte Beier seine Meisterambitionen betont. Bereits damals hatte Kovač das Thema mit einem Lächeln abgetan und angekündigt, dem Angreifer solche Gedanken auszutreiben. Dass Beier nun im Interview nach dem Spiel eine gegenteilige Stimmung verbreitete, nimmt der Trainer gelassen.
„Wir sind mit Sicherheit nicht am Boden“, sagte Kovač. „Es ist ärgerlich, aber man muss auch sagen, dass der VfB richtig gut ist. Wir müssen lernen, Spiele nach Hause zu bringen. Aber dass wir jetzt am Boden sind, um Gottes willen.“ Ähnlich äußerte sich Torwart Gregor Kobel in der Mixed Zone: „Jetzt nervös zu werden, bringt uns nichts. Das macht gar keinen Sinn“, so der Schweizer.
Ein positiver Aspekt des engen Spielplans: Bereits am Dienstag hat der BVB gegen den FC Villarreal in der Champions League die Möglichkeit, seinen Frust in positive Energie umzuwandeln. „Wir haben eine gute Chance, uns mit den Heimfans in eine hervorragende Ausgangslage zu bringen. Das ist eine Gelegenheit, die wir zu 100 Prozent nutzen wollen“, blickte Kobel optimistisch in die Zukunft.