BVB nach Remis gegen Stuttgart: Trainer Kovač widerspricht Beier

BVB nach Remis gegen Stuttgart: Trainer Kovač widerspricht Beier

Die Gesichter bei Borussia Dortmund waren nach dem 3:3-Unentschieden gegen den VfB Stuttgart lang. Eine Äußerung von Maximilian Beier wurde von Trainer Niko Kovač jedoch als übertrieben betrachtet.

Nach dem Spiel bleibt festzuhalten, dass Dortmund nun seit sieben Pflichtspielen gegen die Schwaben auf einen Sieg wartet. In dieser Saison konnte der BVB bislang keinen Topgegner bezwingen, und die späten Gegentore entwickeln sich zunehmend zu einem Ärgernis, nachdem Deniz Undav in der Nachspielzeit den Endstand erzielte.

Bereits beim Hamburger SV hatte Dortmund vor der Länderspielpause zwei Punkte aus der Hand gegeben. Berücksichtigt man die 1:4-Niederlage gegen Manchester City in der Champions League, sind es mittlerweile drei Spiele ohne Sieg – eine weitere Negativserie. Besonders schmerzlich war der Wechsel von Jubel über das Tor von Karim Adeyemi zu Trauer über das Remis.

Im Interview mit dem TV-Sender Sky bezeichnete Maximilian Beier die Stimmung nach dem Spiel als „am Boden“. Trainer Niko Kovač reagierte auf diese Aussage schmunzelnd in der Pressekonferenz: „Am Anfang der Saison hat er gesagt, wir wollen Meister werden. Jetzt sind wir am Boden. Wir müssen nicht alles glauben, was der Junge sagt. Wahrscheinlich hat er zu viel Laktat im Körper.“

Zur Erinnerung: Nach dem 2:0-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim hatte Beier seine Meisterambitionen lautstark verkündet. Kovač hatte damals bereits betont, dass er dem Angreifer solche Gedanken austreiben wolle. Dass Beier nun seine Meinung nach dem Spiel geändert hat, nimmt der Trainer gelassen.

„Wir sind mit Sicherheit nicht am Boden“, stellte Kovač klar. „Es ist ärgerlich, aber man muss auch sagen, dass der VfB wirklich gut ist. Wir müssen unsere Spiele besser nach Hause bringen. Aber dass wir jetzt am Boden sind, um Gottes willen.“ Ähnlich äußerte sich Torwart Gregor Kobel in der Mixed Zone: „Jetzt nervös zu werden, macht keinen Sinn.“

Ein positiver Aspekt des engen Spielplans ist, dass der BVB bereits am Dienstag gegen den FC Villarreal in der Champions League die Gelegenheit hat, seinen Frust in Energie umzuwandeln. „Wir haben eine gute Chance, uns mit den Heimfans in eine gute Ausgangslage zu befördern. Das ist eine Chance, die wir 100 Prozent nutzen wollen“, sagte Kobel und blickte optimistisch nach vorn.

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