BVB sichert Remis gegen Freiburg, bleibt aber unzufrieden

BVB sichert Remis gegen Freiburg, bleibt aber unzufrieden

Der Borussia Dortmund (BVB) wechselte in Unterzahl gegen den SC Freiburg in eine defensive Spielweise, was letztlich ein Unentschieden sicherte. Dennoch war die Mannschaft mit der Leistung unzufrieden.

Freiburg – Die genaue Wahrnehmung von Julian Brandt während des Auswärtsspiels von Borussia Dortmund beim SC Freiburg bleibt unbekannt, da der Mittelfeldspieler kurzfristig aufgrund einer Verletzung absagen musste. Es wäre interessant gewesen, seine Meinung zum Auftritt der Mannschaft nach dem Platzverweis von Jobe Bellingham zu hören.

Der BVB dominierte die Partie bis zur 53. Minute, als Gregor Kobel seinen jungen Mitspieler zu einer Notbremse zwang. In der Folge zog sich Dortmund zurück und konzentrierte sich ausschließlich auf die Defensive. Ein spektakuläres Tor von Lucas Höler kostete die Schwarzgelben letztlich zwei wichtige Punkte und die Möglichkeit, auf den zweiten Platz zu springen. Mit dem Unentschieden konnten die Beteiligten leben, jedoch war die Leistung in Unterzahl nur bedingt akzeptabel.

„Wir standen sehr unter Druck. Ich weiß nicht, ob wir es geschafft hätten, aktiver zu spielen. Ich hatte das Gefühl, dass wir sehr tief standen und nur noch verteidigt haben, um das Ergebnis über die Zeit zu bringen“, erklärte Gregor Kobel bei DAZN. „Es wäre schön gewesen, wenn wir mehr am Spiel teilgenommen hätten und versucht hätten, im Spiel zu bleiben.“

Auch Emre Can kritisierte die defensiven Maßnahmen des BVB mit nur zehn Spielern. „Wir müssen trotzdem versuchen, mehr Ballbesitz zu haben. Das haben wir zu wenig geschafft“, äußerte sich der Kapitän, dessen Verhalten beim Ausgleichstreffer von Trainer Niko Kovač auf kuriose Weise kritisiert wurde. Brandt hätte sicherlich auch interessante Ansichten geteilt.

Immerhin hatte der dienstälteste BVB-Profi nach dem Spiel gegen Hoffenheim eine Woche zuvor mit kritischen Äußerungen auf sich aufmerksam gemacht – und das nach einem 2:0-Heimsieg gegen einen Verfolger. Brandt stellte klar, dass er missverstanden worden sei, da er sich lediglich auf das Spiel gegen Hoffenheim bezogen habe.

Der Fokus beider Mannschaften auf lange Bälle gefiel Brandt nicht. Ob er die defensive Taktik des BVB in Freiburg besser gefunden hätte, bleibt ungewiss. Kovač äußerte ebenfalls, dass der BVB „zu sehr unter Druck geraten“ sei, zeigte jedoch Verständnis für seine Mannschaft im Hinblick auf die Rote Karte.

„Wenn du einen solchen Fehler machst, weiß ich nicht, wie viele Spieler es auf der Welt gibt, die dann anfangen zu spielen. Das sitzt in den Knochen. Wir haben einen kurzen Pass gespielt und verloren. Den Mut aufzubringen, unter Druck den Fußball zu spielen, den wir können, ist nicht ganz einfach“, so Kovač.

Für den BVB bleibt es ärgerlich, nach den Spielen gegen St. Pauli, den Hamburger SV und den VfB Stuttgart bereits zum vierten Mal in dieser Saison Punkte nach einer Führung abgegeben zu haben. „Ich dramatisiere das nicht. Wir bleiben ganz ruhig. Man kann viel reden. Wir müssen arbeiten und fleißig sein. Wenn wir fleißig sind, werden wir am Ende das bekommen, was wir verdienen. Wir werden in die Champions League kommen“, fügte Kovač hinzu.

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