Kovac verteidigt Bellingham in schwieriger Phase

Kovac verteidigt Bellingham in schwieriger Phase

Jobe Bellingham durchlebt derzeit eine herausfordernde Phase bei Borussia Dortmund. Trainer Niko Kovac stellt sich entschieden hinter seinen Schützling und verteidigt ihn gegen die zunehmende Kritik.

Der 20-jährige Engländer, der im Sommer für rund 30 Millionen Euro vom AFC Sunderland zum BVB wechselte, hat bislang Schwierigkeiten, sich im Team von Niko Kovac zu behaupten. Nach zehn Pflichtspielen ohne Torbeteiligung und noch keinem Einsatz über 90 Minuten ist die Bilanz enttäuschend.

Nach der 1:2-Niederlage im Topspiel gegen den FC Bayern geriet Bellingham zusätzlich unter Druck. Sein unglücklicher Klärungsversuch beim zweiten Gegentreffer, der über Umwege im eigenen Tor landete, führte insbesondere in seiner Heimat England zu harscher Kritik.

Trainer Niko Kovac kann diese Reaktionen nicht nachvollziehen. „Ich verstehe die Kritik gar nicht. Jobe macht einen sehr, sehr guten Eindruck auf mich“, betonte der Coach auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel beim FC Kopenhagen. Für ihn war die Szene in München „unglücklich, aber kein Fehler“: „Er hat den Ball einigermaßen gut entschärft. Normalerweise landet er direkt im Tor, weil du den gar nicht mehr bremsen kannst.“

Kovac stellte sich demonstrativ hinter seinen jungen Spieler und ermutigte ihn zugleich. „Natürlich erhofft er sich mehr Spielminuten, wie jeder andere auch. Ich habe kein Problem damit, ihn vielleicht morgen auch aufzustellen“, sagte der Trainer.

In der aktuellen Konkurrenzsituation hat Bellingham einen schweren Stand. Im zentralen Mittelfeld setzen die Dortmunder bislang auf Felix Nmecha und Marcel Sabitzer. Auch Unruhe im Umfeld blieb nicht aus: Bereits zum Saisonstart soll sein Vater Mark Bellingham seinen Unmut über die geringe Einsatzzeit seines Sohnes geäußert haben.

Trotz aller Schwierigkeiten glaubt Niko Kovac fest an den Durchbruch des jungen Engländers: „Ich weiß, was er kann. Ich weiß, was die anderen können. Wir haben einen guten, breiten Kader. Egal, wer spielt – ich habe volles Vertrauen in jeden einzelnen.“ Ob Jobe Bellingham seine Chance in Kopenhagen erhält, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass es ihm an Rückendeckung von seinem Trainer nicht mangelt.

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