BVB trifft auf 1. FC Köln: Kwasniok enthüllt familiäre Verbindung
Am Samstagabend steht das Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem Aufsteiger 1. FC Köln auf dem Programm. Während der BVB nach dem Champions-League-Sieg gegen Kopenhagen auch in der Liga auf die Niederlage gegen den FC Bayern reagieren möchte, reisen die Geißböcke nach einem starken Saisonstart mit viel Selbstvertrauen nach Dortmund.
Für Kölns Trainer Lukas Kwasniok wird die Begegnung zu einem besonderen Erlebnis. In der Pressekonferenz vor dem Spiel gab der 44-Jährige eine überraschende Enthüllung preis: Seine Familie hat eine Verbindung zum BVB. "Das kann ich auch mal rausposaunen: Bei meinem Sohnemann ist Dortmund-Fan vielleicht zu hoch gegriffen, aber er ist ein Sympathisant", verriet Kwasniok mit einem Lächeln. "Es war immer etwas Besonderes, mit ihm dorthin zu fahren und die Spiele zu schauen."
Kwasniok beschreibt sein Trainer-Debüt im Signal Iduna Park als ein aufregendes Erlebnis. "Jetzt an der Seitenlinie zu stehen, wird ein Erlebnis", so der Trainer, dessen Konzentration jedoch mit dem Anpfiff einsetzen wird. "Es wäre schöner, wenn aus dem Erlebnis ein gutes Ergebnis wird", fügte er hinzu. Kwasniok war im Sommer vom SC Paderborn nach Köln gewechselt.
Beide Städte liegen übrigens etwa gleich weit vom Westfalenstadion entfernt, was für Fahrten mit seinem Sohn praktisch ist. Ob das angestrebte "gute Ergebnis" möglich ist, bleibt abzuwarten. Kwasniok zeigt großen Respekt vor der Dortmunder Mannschaft und erwartet keinen Rückschlag nach der 1:2-Niederlage gegen München. "Dort zu bestehen, ist aktuell fast ein Ding der Unmöglichkeit", so Kwasniok, der von der Entwicklung des BVB unter Trainer Niko Kovač beeindruckt ist.
Seit dem Trainerwechsel Anfang Februar zeigt die Mannschaft eine "völlig andere Herangehensweise", erklärt Kwasniok. "Ich will da niemandem zu nahe treten, aber sie waren in der Vergangenheit sicherlich eine Mannschaft, die wechselhaft agiert hat, wo vielleicht nicht immer jeder am Anschlag gewesen ist. Diese Zeiten sind unter Kovač vorbei."
Der Trainer analysiert die aktuelle Verfassung des BVB: "Die Mannschaft ist extrem fleißig, von vorne bis hinten, egal wer spielt. Sie können sich in diesem Konstrukt verwirklichen und lassen einfach nicht nach." Kwasniok prognostiziert, dass die Dortmunder am Samstag "die Zuschauer unterhalten wollen, uns attackieren und stressen".
Dennoch betont Kwasniok selbstbewusst: "Wir fahren nicht völlig chancenlos dorthin." Köln hat nach dem Aufstieg bewiesen, dass sie in der Bundesliga mithalten können. Der Tabellensechste startete mit sieben Punkten stark, verlor jedoch gegen die Topteams RB Leipzig und VfB Stuttgart. Zuletzt gelangen dank des aufstrebenden Talents Said El Mala vier Punkte gegen Hoffenheim und Augsburg.