Carl Klaus feiert Bundesliga-Debüt bei Union Berlin

Carl Klaus feiert Bundesliga-Debüt bei Union Berlin

Im Alter von 32 Jahren erfüllt sich Carl Klaus den Traum von seinem Bundesliga-Debüt. Trotz der Niederlage wird der dritte Torwart von Union Berlin zu einem Lichtblick in der Partie.

Berlin – Ein Schrei – und plötzlich war der Moment da, auf den Carl Klaus so lange gewartet hatte. Bei der 1:3-Niederlage des 1. FC Union Berlin gegen RB Leipzig verletzte sich der Stammkeeper Frederik Rönnow nach nur 30 Minuten bei einem Abschlag am Oberschenkel. „Als der Abschlag von Freddy weggegangen ist und er sehr laut geschrien hat, war mir sofort klar, dass ich rein muss“, sagte Klaus nach dem Spiel, der somit im Alter von 32 Jahren doch noch zu seinem Bundesliga-Debüt kam.

Carl Klaus ließ sich von der Situation nicht überwältigen und wurde für seine Mannschaft zu einem Lichtblick. Mit mehreren starken Paraden, unter anderem gegen Christoph Baumgartner und Johan Bakayoko, verhinderte er eine noch deutlichere Niederlage für Union Berlin. „Das Adrenalin trägt dich bis zur Pause, weil alles schnell geht. Dann hast du in der Kabine den Gedanken, dass du das erste Mal im Bundesliga-Spiel im Tor stehst. Da musst du dann deinen Mann auch stehen“, erzählte er hinterher.

Eigentlich ist Carl Klaus nur der dritte Torwart des 1. FC Union Berlin. Dass er gegen RB Leipzig überhaupt zum Einsatz kam, lag daran, dass der Ersatztorwart Matheo Raab bereits seit einigen Wochen mit einer Handverletzung ausfällt und bis zum Saisonende nicht zur Verfügung steht. Ob Klaus im nächsten Spiel gegen den 1. FC Köln am Samstag (15:30 Uhr) nun sogar von Beginn an zwischen den Pfosten stehen wird, ist noch ungewiss. „Zu Freddy kann ich jetzt noch nicht so viel sagen. Wir müssen abwarten“, äußerte Trainer Marie-Louise Eta zur Verletzung Rönnows und lobte Ersatzmann Klaus: „Er ist da, wenn man ihn braucht. Das war heute auf jeden Fall sehr positiv.“

Der gebürtige Stuttgarter Carl Klaus durchlief die Nachwuchsabteilung des VfB Stuttgart und sammelte danach Einsätze in der zweiten und dritten Liga – für den 1. FC Nürnberg, den SV Darmstadt 98 und die Stuttgarter Kickers. Im Sommer 2024 wechselte er ablösefrei zu Union Berlin, wo er hinter Rönnow und Raab die Nummer drei war. Seine Erstliga-Premiere als Ü30-Spieler grenzt an ein kleines Fußballmärchen: „In meinem Fall mit NLZ beim VfB Stuttgart ist das etwas, worauf ich Jahrzehnte hingearbeitet habe. Das war immer der Traum“, sagte Klaus. „Dass ich mein Bundesliga-Debüt feiern konnte, ist wirklich etwas ganz Besonderes für mein Leben.“

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