Conrad Harder: Neuer Spieler von RB Leipzig stellt sich vor

Conrad Harder: Neuer Spieler von RB Leipzig stellt sich vor

RB Leipzig zitterte bis zur letzten Sekunde: Erst sieben Sekunden vor dem Ende der Transferperiode wurde der Wechsel von Conrad Harder offiziell vollzogen. Am Donnerstag stellte sich der 20-Jährige in einer Medienrunde vor und sprach über seine Stärken auf dem Platz, seine Gespräche mit Landsmann Yussuf Poulsen, seine Entscheidung für RB Leipzig und welches Idol ihn bis heute inspiriert.

Obwohl alles gut ausging, verspürte der Däne etwas Nervosität, als sich die Wechselformalitäten bis kurz vor Schluss hinzogen. Ein geplatzter Deal wäre für den Stürmer ein herber Rückschlag gewesen, denn: „Ich wollte immer in der Bundesliga und immer für RB Leipzig spielen. Das ist ein Klub, den ich schon viele Jahre verfolge, und ich glaube, wir teilen dieselben Werte.“ Aus diesem Grund war es für ihn eine klare Entscheidung, an den Cottaweg zu wechseln.

Der Stürmer versteht sich auch gut mit seinen neuen Teamkollegen und hatte vor seiner Ankunft Kontakt zu Yussuf Poulsen, der im Sommer zum Hamburger SV gewechselt war. „Wir haben über den Klub gesprochen. Er hat gesagt, dass es ein toller Klub ist, dass die Leute nett sind, und er hat mir das Gefühl gegeben, willkommen zu sein, auch wenn er nicht hier ist.“ Harder betont jedoch, dass er nicht in die Fußstapfen seines Landsmannes treten, sondern seine eigenen hinterlassen möchte.

Cheftrainer Ole Werner lobte den 1,85-Meter-Mann bereits bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Mainz 05 (Samstag, 15:30 Uhr) für seine Laufstärke, Dynamik, Sprungkraft und Ballbehauptung. Auf die Frage von absolutfussball, wo er selbst seine größte Stärke sehe, antwortete Harder: „Eine meiner Stärken ist, dass ich immer 100 Prozent gebe, egal was ich tue, jeder Schuss, jeder Lauf. Ich bin immer 100 Prozent dabei, was die Verteidiger unter Druck setzen kann. Mein Abschluss ist in Ordnung.“ Er betont, dass er an allem arbeiten müsse, insbesondere an der Entscheidungsfindung, ob er selbst den Abschluss suchen oder den Mitspieler einbeziehen soll. Neben Romulo ist Harder der zweite Neuzugang im Sturm, sieht jedoch keinen Gegner in dem Brasilianer: „Er ist mein Mitspieler. Am Ende entscheidet der Trainer, wen er spielen lässt. Ich werde mein Bestes geben, und das wird er mit Sicherheit auch tun.“

Obwohl er von dem mittlerweile zum FC Arsenal gewechselten Viktor Gyökeres geprägt wurde und sich insbesondere in Sachen Ballbehauptung in Drucksituationen und beidfüßige Abschlüsse einiges abschauen konnte, ist sein großes Vorbild seit Kindheitstagen – und auch heute noch – Cristiano Ronaldo. Ob er so viele Tore schießen wird, bleibt abzuwarten; er hat sich jedenfalls nicht auf eine genaue Anzahl festgelegt: „Ich will einfach mein Bestes geben und dem Team helfen“, so der sympathische und aufgeschlossene Offensivspieler.

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