Cristiano Ronaldo spricht über Verlust und Karriereende

Cristiano Ronaldo spricht über Verlust und Karriereende

Cristiano Ronaldo überrascht mit emotionalen Worten: Der Weltstar spricht über den Tod seines Nationalmannschaftskollegen Diogo Jota, sein bevorstehendes Karriereende und den ewigen Vergleich mit Lionel Messi.

München/Riad – In einem Interview mit dem britischen Reporter Piers Morgan zeigt sich der portugiesische Superstar von einer ganz anderen Seite. Offen spricht Ronaldo über den tragischen Verlust von Jota und dessen Bruder bei einem Autounfall und offenbart dabei eine emotionale Verletzlichkeit, die man vom selbstbewussten Weltstar nur selten zu sehen bekommt.

Als er von dem Tod seines Kollegen erfuhr, befand sich Ronaldo gerade mit seiner Verlobten Georgina Rodríguez im Fitnessstudio. „Ich konnte es nicht fassen. Ich habe viel geweint“, erinnert sich der 40-Jährige. „Es war ein sehr schwieriger Moment für alle: für das Land, für die Familie, für Freunde und für Teamkollegen.“

Ronaldo erklärt seine Abwesenheit bei Jotas Beerdigung mit einer sehr persönlichen Begründung. Seit dem Tod seines eigenen Vaters hat er an keiner Beerdigung mehr teilgenommen. Er fürchtete, dass seine Anwesenheit die gesamte Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde, was er in diesem Moment der Trauer nicht wollte. „Wo immer ich hingehe, ist ein Zirkus“, erklärt Ronaldo.

Diese Selbstreflexion zieht sich durch das gesamte Gespräch mit Piers Morgan. Trotz seiner unermesslichen Popularität hadert der fünfmalige Weltfußballer mit seinem Bekanntheitsgrad. „Ich denke, auf der Welt ist keiner berühmter als ich“, sagt Ronaldo in Anspielung auf den Vergleich mit US-Präsident Donald Trump. Doch glücklich macht ihn das nicht: „Ich wünschte, ich wäre nicht so berühmt. Ich wollte erfolgreich sein, aber so berühmt zu sein, wollte ich nicht.“

Auch über sein nahes Karriereende spricht der Torjäger erstaunlich offen. Die kommende Weltmeisterschaft könnte seine letzte sein. „Ich werde vorbereitet sein. Es wird natürlich hart und schwierig werden. Wahrscheinlich werde ich weinen“, kündigt er an, ohne ein genaues Datum zu nennen. Vertraglich ist CR7 noch bis 2027 an den saudi-arabischen Klub Al-Nassr gebunden.

Provokant wird Ronaldo nur bei einem Thema: dem ewigen Vergleich mit Lionel Messi. „Ist Messi besser als ich? Da bin ich anderer Meinung“, stellt er klar. Den WM-Titel, der ihm noch in seiner Sammlung fehlt, sieht er nicht als entscheidend für seinen Platz in der Fußball-Geschichte: „Um zu entscheiden, dass ich einer der Besten in der Geschichte bin? Dafür muss ich einen Wettbewerb mit sechs oder sieben Spielen gewinnen? Glauben Sie, das sei fair?“

Dennoch würde er den Moment genießen, sollte Portugal tatsächlich Weltmeister werden. Auch wenn er betont: „Die WM zu gewinnen, würde nichts an meinem Namen in der Geschichte des Fußballs ändern.“ Portugal sei schließlich keine Nation, die regelmäßig Titel gewinnt. Trotzdem wäre der WM-Titel für ihn die ultimative Krönung einer atemberaubenden Karriere.

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