David Abraham unterstützt Eintracht-Trainer Albert Riera und fordert Geduld
David Abraham hat sich entschieden, öffentlich hinter Eintracht-Trainer Albert Riera zu stehen. Der ehemalige Kapitän des Vereins fordert in dieser angespannten Phase Geduld.
Frankfurt – David Abraham ist mit der Frankfurter Eintracht bestens vertraut. Als ehemaliger Kapitän hat er den Klub über viele Jahre hinweg geprägt, bedeutende Erfolge gefeiert und auch Krisen durchlebt. Der Verein befindet sich derzeit in einer kritischen Lage, da das internationale Geschäft in Gefahr ist, nach zwei verbleibenden Spielen gegen den BVB und Stuttgart verpasst zu werden. Die jüngsten Leistungen der Mannschaft waren enttäuschend, und Trainer Albert Riera steht in der Kritik.
Inmitten der Diskussion über eine mögliche Entlassung des Spaniers spricht sich Abraham jedoch für Geduld aus. „Ich finde, dass die Kritik sehr ungerecht ist“, erklärte der frühere Innenverteidiger im Gespräch mit dem Portal SGE4EVER.de. „Wir dürfen nicht vergessen, dass Niko Kovač auch im März kam und die ersten Monate schwierig waren.“
Abraham, der insgesamt 178 Pflichtspiele für die SGE absolvierte und 2018 den DFB-Pokal nach Frankfurt holte, möchte die aktuelle Lage nicht schönreden. „Es ist eine schwierige Situation“, betonte der 39-jährige Argentinier. Zwar habe die Mannschaft „großartige Spieler“ und kämpfe um die Qualifikation für den Europapokal, jedoch sei es bislang nicht gelungen, „die Fans mit ihrem Spiel wirklich zu begeistern“.
Dennoch müsse man Riera die Möglichkeit geben, „in Ruhe zu arbeiten“. Mit mehr Zeit könne der Trainer „in der nächsten Saison seine Ideen und seinen Spielstil besser umsetzen“, so Abraham. Ob Riera tatsächlich so viel Zeit erhält, hängt jedoch davon ab, ob Frankfurt in den letzten Saisonspielen einen Platz im Europapokal sichern kann.
Selbst im Falle eines Erfolgs bleibt die Zukunft von Riera ungewiss. Neben den enttäuschenden Ergebnissen und der fehlenden spielerischen Entwicklung gab es in den letzten Wochen auch Berichte über seinen Umgang mit Spielern und sein Auftreten im Klub. Der Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sagte kürzlich, dass er ein baldiges Ende von Riera voraussieht.
„Ich glaube, sowohl wir als auch die Fans haben uns an eine kämpferische und dominante Eintracht gewöhnt“, sagte Abraham. „Leider gelingt es im Moment nicht, das umzusetzen, und daher kommt die Kritik.“ Wie von einem ehemaligen Kapitän zu erwarten, setzt Abraham zur Lösung der Probleme auf die klassischen Frankfurter Tugenden: „Ich bin überzeugt, dass sich diese Situation mit harter Arbeit und Disziplin wieder zum Positiven wenden wird.“
Selbst wenn das internationale Geschäft verpasst wird, wäre das für den langjährigen Kapitän der Adler „nur ein kleiner Schritt zurück“. Sein einfacher Ratschlag lautet: „Ich würde sagen: Ruhe bewahren“, denn ein solcher Rückschlag könne auch dazu beitragen, „sich wieder auf den DFB-Pokal und die Bundesliga zu konzentrieren und zu den Grundlagen zurückzufinden.“