David Alabas Zukunft bei Real Madrid ungewiss
Der Vertrag von David Alaba bei Real Madrid endet im Sommer 2026. Muss sich der ehemalige Star des FC Bayern bald nach einem neuen Verein umsehen?
Madrid/München – Die Anzeichen deuten auf einen Abschied hin. David Alaba und Real Madrid werden sich voraussichtlich im kommenden Sommer trennen, da eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags unwahrscheinlich ist. Diese Einschätzung äußerte Nils Kern, Chefredakteur von REAL TOTAL, im Interview mit Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports. Seine Prognose klingt durchaus plausibel.
„Alle Zeichen deuten darauf hin“, erklärt Kern zur Zukunft von Alaba. Der Grund: Real Madrid hat in der Defensive verstärkt und verjüngt. In diesem Sommer hat der Klub mit Dean Huijsen einen neuen Innenverteidiger verpflichtet, und auch der neue Linksverteidiger Álvaro Carreras kann im Zentrum spielen. Zudem gibt es Konkurrenz durch Raúl Asencio, der bereits in der vergangenen Saison seine Qualitäten als Stammspieler unter Beweis stellte.
Für Alaba wird die Situation kritisch – sehr kritisch sogar. Sportlich ist der 33-jährige Österreicher beim spanischen Rekordmeister mittlerweile nur noch zweite Wahl. „Mittlerweile haben ihm andere den Rang abgelaufen“, beschreibt Kern die bittere Realität für den ehemaligen Bayern-Star. Dennoch bleibt Alaba als erfahrener Spieler für die Kabine einer jungen Mannschaft wichtig.
Als Anführer, der für gute Stimmung sorgt und seine Mitspieler motiviert, wird er nach wie vor geschätzt. Doch das reicht nicht mehr aus. Alaba war 2021 ablösefrei von München nach Madrid gewechselt, und es scheint, als würde er auch diesmal ohne Ablöse gehen. „Das ist kein Minusgeschäft“, räumt Kern ein, „sportlich gibt es aktuell wichtigere oder bessere Verteidiger.“
Wohin könnte es Alaba ziehen? Saudi-Arabien mit seinen finanziellen Möglichkeiten? Eher unwahrscheinlich. „Er wird sich etwas Romantisches suchen, anstatt einfach nur das Geld zu kassieren“, prognostiziert Kern. Als Topverdiener bei Real Madrid hat Alaba diese Notwendigkeit nicht. Eine Rückkehr zu Austria Wien wäre durchaus denkbar.
Oder vielleicht sogar ein Comeback bei Bayern München, „um in der Kabine ein bisschen aufzuräumen“? Kern kann sich vieles vorstellen – nur nicht den Schritt in die Wüste. „Am Ende folgt er vielleicht Thomas Müller nach Kanada. Ich glaube, es wird eher auf etwas Schönes, etwas Romantisches hinauslaufen“, schließt der Experte sein Fazit.
Für einen Spieler wie Alaba, der bei Real Madrid „sehr, sehr beliebt“ ist, auch wenn er sportlich nicht mehr die zentrale Rolle spielt, wäre dies ein passender Ausklang seiner Karriere. Im Clásico am Sonntag (16:15 Uhr) gegen den FC Barcelona wird Alaba jedoch aufgrund einer Verletzung nicht im Team von Trainer Xabi Alonso stehen.