Dayot Upamecano: Unumstrittener Leistungsträger der französischen Nationalmannschaft
Dayot Upamecano, Innenverteidiger des FC Bayern München, sieht sich in Deutschland häufig öffentlicher Kritik ausgesetzt, während er in der französischen Nationalmannschaft als unverzichtbar gilt. Eine neue Statistik verdeutlicht eindrucksvoll seine Bedeutung für das Team.
In Paris wird Upamecano regelmäßig im Rahmen öffentlicher Diskussionen thematisiert. Trotz der hohen Erwartungen seiner Trainer in München – Julian Nagelsmann, Thomas Tuchel und aktuell Vincent Kompany – wird der 27-Jährige seit Jahren kontrovers diskutiert. Nach dem Abgang von Leroy Sané ist Upamecano einer der am meisten polarisierten Spieler im Bayern-Kader. Während seine Fehler, oft bedingt durch Konzentrationsmängel, scharf kritisiert werden, werden seine außergewöhnlichen athletischen Fähigkeiten, sein aggressives Verteidigen sowie sein hervorragendes Aufbauspiel ebenso gelobt.
Im Gegensatz zu den Diskussionen in Deutschland bleibt Upamecano in der französischen Nationalmannschaft unangefochten. Nationaltrainer Didier Deschamps zählt seit Jahren zu seinen größten Unterstützern und vertraut ihm bedingungslos. Gemeinsam mit William Saliba, dem Innenverteidiger des Champions-League-Finalisten FC Arsenal, bildet Upamecano das zentrale Abwehrduo der Équipe Tricolore.
Aktuelle Statistiken zeigen, dass Upamecano eine entscheidende Rolle für die Stabilität der französischen Defensive spielt. Laut dem französischen Statistikportal Stats Foot hat Frankreich in den letzten 1050 Spielminuten mit Upamecano nur vier Gegentore kassiert. Im Vergleich dazu musste die Nationalmannschaft in den 816 Minuten ohne ihn 18 Gegentore hinnehmen. Diese signifikante Differenz unterstreicht den Einfluss Upamecanos auf die defensive Stabilität des Teams.
Für Didier Deschamps ist dies weniger eine Überraschung, sondern vielmehr eine Bestätigung seiner Einschätzung. Der 57-Jährige, der sowohl als Spieler (1998) als auch als Trainer (2018) Weltmeister wurde, sieht in Upamecano einen unverzichtbaren Bestandteil seines Kaders. Seine Schnelligkeit, Zweikampfstärke und spielerische Eleganz machen ihn zu einem der komplettesten Innenverteidiger der Welt.
Entsprechend gilt der Bayern-Profi auch bei der bevorstehenden WM in den USA, Kanada und Mexiko als unumstrittener Stammspieler und sogar als Führungsspieler. Die Équipe Tricolore zählt erneut zu den Favoriten auf den WM-Titel und trifft in der Gruppenphase auf Senegal, Irak und Norwegen.
Ein möglicher Gruppensieg könnte ein Aufeinandertreffen mit der deutschen Nationalmannschaft im Achtelfinale zur Folge haben, was die Franzosen sicherlich als Gelegenheit zur Revanche für die bitteren Niederlagen in den WM-Halbfinals von 1982 und 1986 sowie dem Viertelfinale 2014 sehen würden. Neben Upamecano könnte dies auch Michael Olise betreffen, der ebenfalls zu den Bayern gehört und als einer der Kandidaten für den Superstar des Turniers gilt.