Dayot Upamecano verlängert Vertrag beim FC Bayern
Dayot Upamecano hat überraschend beschlossen, seinen Vertrag beim FC Bayern München zu verlängern. Diese Wendung in den Vertragsverhandlungen sorgt weiterhin für Schlagzeilen.
München – Monatelang hatte der Franzose ein lukratives Angebot zur Vertragsverlängerung vorliegen, konnte jedoch keine Entscheidung treffen. Nachdem die Münchner ihr Angebot am 2. Februar schriftlich zurückzogen, meldete sich Upamecano plötzlich und signalisierte, dass er das Angebot annehmen möchte. Seither sind die Emotionen hochgekocht, und auch Michael Reschke, der frühere technische Direktor des deutschen Rekordmeisters, hat Schwierigkeiten, die letzten Tage in Worte zu fassen.
Reschke, der viele Spieler während seiner Zeit an der Isar kommen und gehen sah, kennt die Tricks der Spielerberater genau. In einem Interview mit der Münchner Abendzeitung betont er, dass es nicht nur darum gehen dürfe, dem Verein möglichst viele Millionen zu entlocken. „Wenn es nur um den wirtschaftlichen Aspekt geht, muss der FC Bayern auch eine klare Haltung zeigen. Wenn du für einen Spieler nur noch eine Geldmaschine bist, ist das zu wenig. Die Bayern haben definitiv richtig gehandelt“, so Reschke.
Er hebt zudem hervor, dass der FC Bayern sich nicht nur von Emotionen leiten lassen konnte, sondern auch den Markt berücksichtigen musste. „Wenn Upamecano am Ende nicht verlängert, steht der Verein vor der Problematik, auf dem freien Markt für einen vergleichbaren Spieler vermutlich eine hohe Ablöse zahlen zu müssen. Da die Qualität von Upamecano rar gesät ist, wird es in der Regel sogar teurer als eine kostspielige Vertragsverlängerung“, rechnet er vor.
Die gesetzte Deadline sei seiner Meinung nach absolut richtig gewesen, da das Zögern des Innenverteidigers zunehmend Unruhe in den Verein brachte. Uli Hoeneß hatte kurz vor der Wende im Transfer-Poker gegen die Berater Upamecanos polemisiert und sich über die Geldgier der Agenten beschwert. Eine Aussage, die Reschke nach jahrelanger Erfahrung teilen kann.
„Es ist immer gut, wenn ein Berater am Tisch sitzt, der die Situation des Spielers im Blick hat, die Interessen des Klubs versteht und nicht in erster Linie seinen eigenen Geldbeutel im Auge hat“, erklärt Reschke und fügt hinzu: „Wenn ein Berater zu mächtig wird, hat der Spieler am Ende keine starke Persönlichkeit.“
Die Bayern-Fans zeigten sich zuletzt nicht alle begeistert über den Wunsch des Franzosen, da der Eindruck entstanden ist, es gehe weniger um den Verein als um das Geld. „Wenn man das Finanzthema überdreht und es öffentlich wird, bleibt am Anfang immer etwas hängen. Aber wenn man mit starken Leistungen zurückzahlt, ist die Welt auch sehr schnelllebig und alles wird gut“, meint Reschke. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob er Recht hat.