Deniz Undav beeindruckt bei der WM und bleibt beim VfB Stuttgart
Deniz Undav erweist sich bei der WM als einer der treffsichersten Stürmer, und das trotz seiner Rolle als Joker. Bislang hat er drei Tore erzielt und wird lediglich von Kylian Mbappé (4), Erling Haaland (4) und Lionel Messi (5) übertroffen. Bemerkenswert ist, dass die genannten Weltstars fast dreimal so viele Spielminuten haben wie der DFB-Stürmer, der in diesem Turnier bisher nur knapp eine Stunde auf dem Platz stand.
Eine der großen Fragen, die Bundestrainer Julian Nagelsmann beantworten muss, ist, ob Undav bald von Beginn an spielen wird. Die Frage nach seiner persönlichen Zukunft hat Undav jedoch bereits vor der WM geklärt. Ende Mai unterschrieb er beim VfB Stuttgart einen Vertrag bis 2029, mit der Option auf ein weiteres Jahr, und erhält dafür ein Gehalt von bis zu sechs Millionen Euro.
Obwohl Undav auch andere Optionen hatte, lehnte er ein Angebot eines europäischen Top-Klubs ab. Laut Berichten der Bild-Zeitung handelte es sich um die AC Mailand, die sich mit Undavs Beratern trafen, um einen möglichen Wechsel zu besprechen. Die Mailänder waren sich bewusst, dass Undavs Vertrag bis 2027 läuft und erhofften sich Chancen.
Zusätzlich gab es Interessenten aus Spanien und Saudi-Arabien. Doch Undav war schnell klar, dass er in Stuttgart bleiben möchte. Dort ist er nicht nur Publikumsliebling und Führungsspieler beim VfB, sondern fühlt sich auch mit seiner Familie sehr wohl.
Wenn Undav während der WM mehr Spielzeit erhält und weiterhin überzeugt, ist es jedoch nicht ausgeschlossen, dass einige Top-Klubs erneut anklopfen. In diesem Fall könnte es teuer werden, da der VfB um eine Ablöse verhandeln müsste. Zudem müsste Undav ein Interessent mit mehr als nur Geld überzeugen – insbesondere mit einem Umfeld, in dem sich seine Familie wohlfühlt.
In einem Podcast namens „HSTRY“ äußerte Undav kürzlich über Stuttgart: „Am liebsten würde ich hier meine Karriere beenden. Man weiß ja nie, was in den nächsten Jahren noch passiert. Vielleicht kommt ein neuer Trainer oder ein neuer Sportvorstand, der mich nicht mehr will. Aber mein Plan ist es, bis zum Ende meiner Karriere hierzubleiben und dann vielleicht etwas im Verein zu machen. Ich würde hier zur Legende werden, Mann.“