Deutsche U21 sichert sich wichtigen Sieg gegen Nordirland

Deutsche U21 sichert sich wichtigen Sieg gegen Nordirland

Die deutsche U21-Nationalmannschaft orientierte sich an der A-Nationalmannschaft und feierte am Dienstagabend einen knappen Sieg gegen Nordirland im EM-Qualifikationsspiel.

In Belfast geriet Deutschland bereits nach vier Minuten in Rückstand und hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden. In der Schlussphase sorgten jedoch Assan Ouedraogo und Dzenan Pejcinovic mit einem Elfmeter für den 2:1-Sieg.

Trainer Antonio Di Salvo hatte klare Vorgaben: Nach der knappen 2:3-Niederlage gegen Griechenland war es entscheidend, die drei Punkte zu holen. Vor dem Spiel stand die Mannschaft mit nur drei Punkten auf dem dritten Platz in Qualifikationsgruppe F. Um das Ziel zu erreichen, setzte Di Salvo von Beginn an auf Said El Mala und Assan Ouedraogo, die im letzten Spiel nur als Einwechselspieler zum Einsatz kamen.

Der Beginn des Spiels verlief denkbar schlecht für das deutsche Team, da Nordirland in den ersten Minuten offensiv dominierte. Eine Ecke von der linken Seite führte zur frühen Führung: Ruairi McConville köpfte den Ball in der vierten Minute ins lange Eck.

Die erste nennenswerte Chance für Deutschland hatte Nelson Weiper, der nach einer Flanke von Tom Bischof zum Kopfball kam (12.). Muhammed Damar hatte ebenfalls eine Möglichkeit per Freistoß, traf jedoch nur das Außennetz (19.). Erst in der Mitte der ersten Halbzeit fand die deutsche Mannschaft besser ins Spiel und konnte den Ballbesitz erhöhen.

Den nächsten Abschluss hatte Bischof, doch sein Distanzschuss war für den Torwart kein Problem (22.). Deutschland bemühte sich um den Ausgleich, doch oft fehlte die Präzision im Zuspiel. Eine echte Topchance blieb aus. In der 39. Minute hätte Nordirland die Führung auf 2:0 ausbauen können: Nach einem deutschen Eckball konterten die Gastgeber, doch Patrick Kelly scheiterte freistehend vor Torwart Seimen. Kurz darauf kam Nordirland erneut zu einem Abschluss, doch Noel Aseko klärte den Ball von der eigenen Linie. So ging Deutschland mit einem knappen Rückstand in die Halbzeitpause und musste sich für die zweite Hälfte etwas einfallen lassen.

Der zweite Durchgang begann vielversprechend für Deutschland, als Ouedraogo den ersten guten Abschluss hatte (50.). Doch auch Nordirland zeigte sich offensiv, und Makenzie Kirk setzte sich nach einem Konter in Szene, doch Seimen war auf der Höhe und parierte (54.). Kurz darauf erzielte Weiper nach einer Flanke von Tim Drexler den vermeintlichen Ausgleich, wurde jedoch wegen Abseits zurückgepfiffen (56%).

In der Folge wechselte Di Salvo dreifach, brachte unter anderem Mert Kömür und Ilyas Ansah in die Offensive. El Mala verließ das Spielfeld. Trotz einiger Bemühungen blieb der Kölner in den meisten Aktionen glücklos. Die Zeit lief Deutschland davon, und die Druckphase zu Beginn der zweiten Halbzeit flaute zunehmend ab. Nordirland verteidigte konzentriert und setzte die deutsche Elf in den richtigen Momenten unter Druck.

In der 77. Minute hatte Weiper erneut eine Kopfballchance, platzierte den Ball jedoch zu zentral auf das Tor. Deutschland setzte nun verstärkt auf Flanken, und eine davon führte schließlich zum Erfolg: Bischof servierte den Ball perfekt für Ouedraogo, der ihn im Lauf ins kurze Eck köpfte (78.).

Deutschland wollte mehr und erhielt kurz darauf einen Elfmeter. Ansah drang über den linken Flügel in den Strafraum ein und wurde dort von einem Abwehrspieler am Handspiel gestoppt – der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Pejcinovic verwandelte den Elfmeter sicher ins linke Eck (83.). Für Nordirland war dies ein bitterer Spielverlauf; trotz einer soliden Leistung mussten sie sich am Ende knapp geschlagen geben. Für Deutschland war es ein äußerst wichtiger Sieg im Rennen um ein EM-Ticket.

Topics

Related news