Deutschland als Gruppensieger im WM-Sechzehntelfinale
Deutschland hat sich als Gruppensieger für das Sechzehntelfinale der Weltmeisterschaft qualifiziert. Wer der Gegner sein wird, bleibt jedoch ungewiss, was zu einer Auseinandersetzung zwischen Rudi Völler und Julian Nagelsmann führt.
Winston-Salem – Update vom 26. Juni, 9:32 Uhr: Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr abschließendes Gruppenspiel bei der WM gegen Ecuador verloren. Sportlich hatte das Spiel jedoch keinen Einfluss auf die Gruppensituation, da das DFB-Team bereits als Sieger feststand. Die Identität des Gegners von Nagelsmanns Mannschaft im Sechzehntelfinale ist weiterhin unklar.
Die Unsicherheit resultiert aus dem neuen Turnierformat mit 48 Mannschaften, bei dem auch die Gruppendritten in die K.-o.-Phase einziehen. Nur 42 Stunden könnten zwischen der Bekanntgabe des DFB-Gegners und dem Spiel am Montag (22:30 Uhr MESZ) vergehen. Rudi Völler sieht darin kein Problem: „Es gibt nicht die perfekte Lösung. Dass wir es relativ spät erfahren, ist kein Problem. Damit müssen wir umgehen können. Unsere Analysten und Co-Trainer müssen dann eben eine Stunde länger arbeiten als gewohnt“, erklärte der DFB-Sportdirektor vor dem Spiel gegen Ecuador.
In der ersten Mitteilung wird deutlich, dass das Sechzehntelfinale feststeht, doch die weitere Planung bleibt ungewiss. Vor dem letzten Spieltag der Gruppenphase der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko (hier zum WM-Spielplan) hat Deutschland bereits die Gruppe E gewonnen. Nach einem beeindruckenden 7:1-Sieg gegen Neuling Curacao und einem 2:1 gegen die Elfenbeinküste kann das DFB-Team mit sechs Punkten nicht mehr von der ersten Position verdrängt werden.
Am Donnerstagabend steht nun das finale Gruppenspiel gegen Ecuador um 22 Uhr im MetLife Stadium in East Rutherford (New Jersey) auf dem Programm – erneut ohne Deniz Undav in der Startelf. Am Montag geht es dann für die deutsche Nationalmannschaft weiter. Wer die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann im WM-Sechzehntelfinale erwartet, bleibt jedoch Spekulation, was den DFB-Coach verärgert.
Erst am Samstagabend, nach dem Abschluss der Gruppenphase, wird klar sein, gegen wen Deutschland am Montag um 22:30 Uhr im Gillette Stadium in Foxborough (Massachusetts) antreten wird. Diese Unsicherheit erschwert die Vorbereitung für Nagelsmann und sein Trainerteam erheblich, da Planungssicherheit weitgehend fehlt.
In der Verlosung der Gegner befinden sich einer der acht besten Drittplatzierten der übrigen Gruppen. Erst nach dem letzten Gruppenspiel wird feststehen, welche Teams in die K.-o.-Phase einziehen. „Wir haben uns mit den wahrscheinlichsten Gegnern beschäftigt“, verriet Nagelsmann. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird es eine „Nachtschicht“ geben, um den Spielern einen Matchplan präsentieren zu können.
Aufgrund der Verzögerung bei der Bekanntgabe des Gegners und der kurzen Vorbereitungszeit sieht Nagelsmann eine ungerechtfertigte Benachteiligung, die einem Gruppensieger bei einer WM nicht zustehen sollte. „Man gerät unter großen Zeitdruck und wird bestraft, weil man Gruppenerster geworden ist“, äußerte sich der Bundestrainer verärgert über die Entscheidung der FIFA.
Etwa 40 Stunden trennen den Abpfiff des letzten Gruppenspiels zwischen Algerien und Österreich vom Anpfiff des Sechzehntelfinales der deutschen Nationalmannschaft. In dieser Zeit wird das Trainerteam des DFB kaum Ruhe haben, um die Mannschaft bestmöglich auf das erste K.-o.-Spiel der WM 2026 vorzubereiten. Nagelsmann ist jedoch zuversichtlich: „Wir sind noch jung, wir werden das verkraften.“