Deutschland bereitet sich auf WM-Qualifikationsspiele vor

Deutschland bereitet sich auf WM-Qualifikationsspiele vor

Die deutsche Nationalmannschaft steht kurz vor ihren letzten beiden Gruppenspielen zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026. Ein bemerkenswerter Neuzugang im Team ist Said El Mala.

Köln – Am kommenden Freitag tritt das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann zunächst gegen Luxemburg an. Drei Tage später folgt das entscheidende Duell gegen die Slowakei, die derzeit punktgleich mit Deutschland den zweiten Platz in der Gruppe A belegt. Die bessere Tordifferenz von zwei Treffern sichert dem DFB momentan den ersten Rang.

Deutschland strebt an, die Tabellenführung zu verteidigen und sich somit direkt für das Turnier in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko zu qualifizieren. In diesem Zusammenhang hat Nagelsmann am Donnerstag seinen Kader bekannt gegeben und erstmals Said El Mala in die Nationalmannschaft berufen. Oliver Kahn äußert jedoch Bedenken hinsichtlich der Nominierung des Kölner Shootingstars.

Der 56-jährige Kahn ist skeptisch, dass Said El Mala (19) für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele in die deutsche Nationalmannschaft berufen wurde, wie aus der neuesten Ausgabe der Sky-Sendung „Triple“ hervorgeht.

In der Sendung betont Kahn: „Ich bin kein großer Freund davon, die Jungs direkt zu holen, wenn sie zwei, drei gute Spiele gemacht haben.“ El Mala hat erst im vergangenen August sein erstes Bundesliga-Spiel absolviert.

Dennoch erklärt Kahn auch: „Andererseits muss man verstehen, dass ein Bundestrainer die Spieler einmal sehen und spüren möchte – wie sie sich im Training zeigen und wie sie in der Gruppe funktionieren. Daher kann ich die Nominierung nachvollziehen.“

Die Tatsache, dass Lennart Karl noch nicht für die A-Nationalmannschaft nominiert wurde, stört Kahn nicht. „Das Entscheidende ist, zwei Spieler dieser Klasse überhaupt zu haben. Zwei solche Talente im Team zu wissen – das ist für eine Nation sicherlich vorteilhaft“, kommentiert er. Auch der Youngster des FC Bayern München hat zuletzt mit beeindruckenden Leistungen auf sich aufmerksam gemacht.

Trotzdem ist Kahn kein Befürworter der Nominierung von Spielern wie El Mala. „Wir wissen alle, dass Julian Nagelsmann sehr experimentierfreudig ist. Manchmal auch impulsiv“, beschreibt der TV-Experte. „Das bedeutet: Er beobachtet einen Spieler und möchte ihn dann gerne sehen, ohne sich Gedanken über die möglichen Auswirkungen zu machen.“

Insbesondere in Anbetracht der aktuellen sportlichen Situation des DFB hält Kahn dies für kontraproduktiv: „Gerade jetzt geht es in der Nationalmannschaft darum, keine weiteren Experimente zu machen, sondern die Mannschaft zu finden, die das Potenzial hat, bei der bevorstehenden WM erfolgreich zu sein.“

Deutschland hat sich bislang noch nicht für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr qualifiziert. Obwohl das Team von Nagelsmann derzeit den ersten Platz in seiner Qualifikationsgruppe einnimmt, ist die Slowakei punktgleich auf dem zweiten Rang und lauert auf eine Chance.

Nur der Tabellenführer qualifiziert sich direkt für die WM 2026. Die zweitplatzierten Teams müssen in Play-offs um einen Platz im Turnier kämpfen. Die deutsche Nationalmannschaft trifft am Freitag, den 14. November, zunächst auswärts auf Luxemburg. Am darauffolgenden Montag empfängt Nagelsmann und sein Team dann die Slowakei in Leipzig. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit neunzigplus.de/)

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