Deutschland scheitert früh bei der U17-WM in Katar

Deutschland scheitert früh bei der U17-WM in Katar

Bei der U17-Weltmeisterschaft in Katar hat die deutsche Nationalmannschaft die Erwartungen nicht erfüllt, was den Trainer des DFB zu einer ehrlichen Analyse zwingt.

In Doha endete der Traum von der Titelverteidigung bereits im Sechzehntelfinale mit einer 0:1-Niederlage gegen Burkina Faso, einem klaren Außenseiter und Vierten beim Afrika-Cup. Diese Blamage folgt auf den erfolgreichen Jahrgang 2006, der sowohl Europameister als auch Weltmeister wurde, und bringt Ernüchterung mit sich.

Die DFB-Auswahl konnte lediglich im letzten Gruppenspiel gegen El Salvador (7:0) ihr fußballerisches Potenzial zeigen. „Mit einem schlechten Start ins Spiel und ohne eine Steigerung über die gesamte Spielzeit hinweg gehört man nicht zu den besten 16 Mannschaften“, äußerte U17-Nationaltrainer Marc-Patrick Meister nach dem Ausscheiden am Samstag ohne Umschweife.

Obwohl man „mit etwas Glück“ beinahe durch ein spätes Abseitstor ins Elfmeterschießen gerettet worden wäre, wäre dies „maximal schmeichelhaft“ gewesen, so Meister weiter. Trotz Spieler wie Wisdom Mike (Bayern München), Jeremiah Mensah (Bayer Leverkusen) und Eba Bekir Is (Eintracht Frankfurt), die bereits in der Profimannschaft debütiert haben, enttäuschte die Jugendauswahl häufig auf ganzer Linie – und das nicht nur im Sechzehntelfinale.

Bereits in der Gruppenphase blieb die Meister-Elf gegen Nordkorea und Kolumbien (jeweils 1:1) hinter den Erwartungen zurück. Diese Umstände nötigten den Trainer zu einer schonungslosen Analyse: „Wir haben nicht gut Fußball gespielt. Diese Feststellung ist sehr ernüchternd und enttäuschend.“

Er fügte hinzu: „Wir können es beim Namen nennen: Die Leistung hat nicht ausgereicht, um unseren Gegner auch nur ansatzweise ernsthaft zu bedrohen. Das ist die Folge unseres Ausscheidens aus dem Turnier.“ Ein Treffer des erst 15-jährigen Zongo in der 5. Minute beendete die deutschen Hoffnungen frühzeitig. Dies stellt einen weiteren Rückschlag für die DFB-Junioren dar, nachdem sie bereits bei der EM in der Gruppenphase gescheitert waren – damals jedoch mit einer deutlich höheren Leistungsdichte bei acht anstelle von 48 Teilnehmern.

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