Deutschland trifft auf Luxemburg in der WM-Qualifikation
In der Fußball-Weltmeisterschaftsqualifikation trifft Deutschland auf Luxemburg. Bei der Pressekonferenz reagierte ein Spieler auf eine Frage zur Qualität der luxemburgischen Mannschaft.
Sinsheim – Die Rollen sind klar verteilt, wenn Luxemburg im Fußball auf den großen Nachbarn Deutschland trifft. Die Mannschaft von Trainer Jeff Strasser geht am dritten Spieltag der WM-Qualifikation am Freitag um 20:45 Uhr (alle TV-Infos) als klarer Außenseiter in die Partie gegen den Weltmeister von 2014. Der ehemalige Mainzer Leandro Barreiro möchte sich jedoch nicht unter Wert verkaufen – auch nicht auf der Pressekonferenz.
Ein Reporter stellte dem 25-Jährigen und seinem Trainer die Frage, wie viele Spieler die Luxemburger mit ähnlicher Qualität wie Barreiro im Kader hätten. Während Strasser den ironischen Kommentar des Reporters gelassen und professionell herunterspielte, ergriff Barreiro das Wort und wies den Reporter zurecht.
Der zentrale Mittelfeldspieler, dessen Marktwert laut transfermarkt.de bei 15 Millionen Euro liegt, kritisierte die mangelnde Recherche des Reporters scharf. „Wenn Sie einen Gegner analysieren oder solche Fragen stellen, sollten Sie schon wissen, wo die Spieler der gegnerischen Mannschaft spielen“, entgegnete der 25-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.
Obwohl der Außenseiter mit einem Gesamtmarktwert von 34,55 Millionen Euro weit hinter dem Wert der deutschen Nationalmannschaft von 770 Millionen Euro liegt, wollen sich Barreiro und sein Team nicht vor dem Spiel bereits geschlagen geben. Trainer Strasser verwies ebenfalls auf Daniel Sinani, der bei St. Pauli in der Bundesliga zum Stammpersonal gehört und in der laufenden Saison bereits drei Scorerpunkte erzielt hat.
Auf der Pressekonferenz zeigte sich der Reporter nach Barreiros Antwort einsichtig. Ob die Frage für zusätzliche Motivation der Luxemburger gegen die DFB-Auswahl sorgt, wird sich zeigen. Die Strasser-Elf steht nach zwei Spielen punktlos auf dem letzten Tabellenplatz und hofft gegen den Favoriten auf die ersten Zähler. Geschenke sollte die Mannschaft von Julian Nagelsmann jedoch nicht machen. Nach der Auftaktniederlage gegen Slowenien steht auch Deutschland unter Druck.