Deutschland trifft im K.o.-Modus auf Paraguay bei der WM

Deutschland trifft im K.o.-Modus auf Paraguay bei der WM

Die Fußball-Weltmeisterschaft geht nun in die K.o.-Phase. Deutschland trifft auf Paraguay, und die DFB-Stars müssen sich auf einen intensiven Kampf einstellen.

Boston – Vor dem ersten K.o.-Duell dieser WM wird die Wortwahl innerhalb der deutschen Mannschaft entschlossener. „Wir wissen, dass wir jetzt unter Druck stehen“, erklärt DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig vor dem Sechzehntelfinale am Montag gegen Paraguay (22.30 Uhr, Live-Übertragung verfügbar). Er verspricht: „Das hatten wir bereits gegen die Slowakei, wo der Druck ebenfalls groß war. Am Montag werden wir das Gesicht der Slowakei sehen und nicht das von Ecuador!“

Trotzdem ist die 1:2-Niederlage (1:1) im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador noch präsent. Besonders die körperliche Überlegenheit der Südamerikaner, gegen die die deutsche Mannschaft wenig entgegenzusetzen hatte, beschäftigt das Team. Paraguay-Trainer Gustavo Alfaro bezeichnet seine Mannschaft als die kämpferischste des Turniers. Sportdirektor Rudi Völler sieht jedoch keinen Grund zur Besorgnis: „Es geht um alles: Entweder wir kommen eine Runde weiter oder fahren nach Hause.“

Völler erwartet, dass Paraguay defensiv und körperlich agiert: „Aber wir haben Spieler im Kader, die daran gewöhnt sind, sei es aus der Champions League bei Bayern oder Dortmund oder aus der Premier League wie Kai Havertz oder Florian Wirtz. Sie kennen diesen Spielstil, das sollte für sie also nichts Ungewöhnliches sein. Ich bin überzeugt, dass sie sich richtig wehren werden.“ Der Arbeitsauftrag von Völler ist klar: „Ellenbogen raus, Männer!“

Auf dem Papier gilt die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann als Favorit, auch wenn sie bereits beim knappen Sieg gegen die Elfenbeinküste und gegen Ecuador Schwierigkeiten hatte. Sportdirektor Völler ist überzeugt, dass der K.o.-Modus neue Kräfte im DFB-Team freisetzen wird: „Jetzt geht die WM richtig los! Wir glauben daran, dass wir alles geben, unser Bestes zeigen und natürlich in die nächste Runde einziehen.“

Ein weiteres Indiz für einen möglichen Erfolg ist das Engagement im Training. Selbst beim Ersatztraining der Reservisten am Tag nach der Niederlage gegen Ecuador war die notwendige Mentalität bereits zu spüren, berichtete Völler optimistisch. „Das war außergewöhnlich gut. Die Jungs ziehen toll mit“, sagte der 66-Jährige.

Für DFB-Kapitän Joshua Kimmich und seine Teamkollegen gilt es nun, diese Mentalität im Sechzehntelfinale ohne Einschränkungen auf den Platz zu bringen. Andernfalls könnte eine unangenehme Überraschung gegen den Außenseiter aus Südamerika drohen, was auch Auswirkungen auf die Zukunft von Nagelsmann als Bundestrainer haben könnte.

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