Deutschland unterliegt Griechenland in U21-EM-Qualifikation
Im Rahmen der Qualifikation zur U21-Europameisterschaft trat die deutsche U-21-Nationalmannschaft am Freitagabend zu Hause gegen die griechische Auswahl an.
Die deutsche Mannschaft hatte einen schwierigen Start und lag zur Halbzeit mit 0:2 zurück. Trotz einer starken Leistung im zweiten Durchgang, in dem sie den Ausgleich erzielten, waren es letztlich die Griechen, die den entscheidenden Treffer zum 3:2 erzielten.
In der Offensive musste Trainer Antonio Di Salvo auf den verletzten Brajan Gruda verzichten. Auch Kapitän Finn Jeltsch stand aufgrund einer Verletzung nicht zur Verfügung. Die Binde übernahm der Bayern-Neuzugang Tom Bischof. Auf Seiten der Griechen spielte Stefanos Tzimas, der vor der Saison für über 20 Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg in die Premier League gewechselt war.
Die deutsche Auswahl hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden, und bemühte sich um kontrollierte Ballbesitzphasen. Die Gäste aus Griechenland zeigten sich jedoch als die bessere Mannschaft und bestraften die Nachlässigkeiten der Deutschen. Nach 13 Minuten brachte Konstantinos Kostoulas die Griechen mit einem Kopfball nach einer gut ausgeführten Freistoßvariante in Führung.
Wenig später folgte ein weiterer Rückschlag für die DFB-Elf: Nach dem Anstoß spielte die deutsche Mannschaft einen Rückpass auf Torwart Dennis Seimen, der den Ball gegen den heranstürmenden Tzimas verlor, der nur noch ins leere Tor einschieben musste (14.). Ein desaströser Start für Deutschland.
Nach diesem frühen Doppelschlag benötigte die deutsche Mannschaft etwas Zeit, um sich zu erholen. Nach etwa 20 Minuten agierte die DFB-Elf zielstrebiger und erarbeitete sich einige Chancen, darunter die beste durch Paul Wanner, dessen Schuss im Strafraum jedoch in letzter Sekunde geblockt wurde (31.).
Die Griechen hatten in der Folge den ersten Abschluss seit dem 2:0, der jedoch keine Gefahr für das deutsche Tor darstellte (32.). Gegen Ende der ersten Halbzeit flachte der Druck der Hausherren ab, bis Lukas Ullrich kurz vor dem Pausenpfiff eine präzise Flanke in den Strafraum schlug, wo Nelson Weiper den Ball gegen den Pfosten köpfte (45+1.).
Dies war die beste Chance für die Di-Salvo-Elf in der ersten Halbzeit. Insgesamt war das deutsche Spiel zu fehleranfällig mit zu vielen Abspiel- und leichten Fehlern, was den Griechen eine verdiente Führung zur Pause sicherte. Zu Beginn der zweiten Hälfte reagierte Di Salvo und brachte mit Assan Ouedraogo und dem Kölner Shootingstar Said El Mala zwei frische Spieler ins Spiel.
Den ersten Abschluss hatte Nicolo Tresoldi, der in der 46. Minute auf das kurze Eck schoss. Die deutsche Elf war nun deutlich aktiver und wollte schnell den Anschlusstreffer erzielen. Wenig später durften die Fans in Jena jubeln: Nachdem El Mala am griechischen Torhüter scheiterte, landete der Ball bei Muhammed Damar, der aus spitzem Winkel ins lange Eck traf (54.).
Ähnlich wie Griechenland im ersten Durchgang erzielte Deutschland wenig später den Ausgleich. Nach einer Ecke von Bischof stieg Tom Rothe im Strafraum am höchsten und köpfte den Ball ins Netz (58.).
Deutschland dominierte nun das Spiel und drängte auf die Führung. Tresoldi scheiterte nach einem Zuspiel von Ouedraogo am Außenpfosten (65.), und wenig später hatte El Mala die Chance zur Führung, scheiterte jedoch am Torhüter (67.).
Trotz der Überlegenheit agierte Deutschland nicht zwingend genug, und so kam es, wie es kommen musste: Griechenland spielte Dimitris Rallis am linken Strafraumeck frei, der aus etwa 16 Metern ins lange Eck traf (81.). Deutschland versuchte alles, um den Ausgleich zu erzielen, konnte jedoch nicht mehr reagieren.
Somit verlor die deutsche Auswahl mit 2:3 gegen Griechenland.