DFB-Team beruft Noah Atubolu für WM-Qualifikation
Die deutsche Nationalmannschaft steht vor entscheidenden WM-Qualifikationsspielen. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat einen neuen Torhüter nominiert, der sein Debüt feiern wird.
Herzogenaurach – Nach dem enttäuschenden Auftakt in die WM-Qualifikation gegen die Slowakei (0:2) darf sich die DFB-Elf keine weiteren Fehler erlauben. Am Freitag, den 10. September, trifft das Team auf Luxemburg, gefolgt von einem Rückspiel gegen Nordirland drei Tage später. In diesem Kontext hat Nagelsmann Noah Atubolu vom SC Freiburg nachnominiert.
Der 23-Jährige, der bereits 22 Länderspiele für die deutsche U21 absolviert hat, freut sich nun über seine erste Nominierung für die A-Mannschaft. Atubolu war bereits als Ersatzkeeper vorgesehen, da Oliver Baumann, der eigentlich die Nummer eins im Tor ist, gesundheitliche Probleme hat.
Baumann leidet unter Übelkeit, und es ist derzeit unklar, ob er am Dienstag wieder am Training teilnehmen kann. Nick Woltemade kann aufgrund einer Infektion nicht anreisen. Für den erfahrenen Baumann steht nur wenige Tage später ein Heimspiel an: Am Freitag spielt Deutschland in Sinsheim gegen Luxemburg. Das DFB-Team befindet sich derzeit in Herzogenaurach, wo auch Atubolu zur Mannschaft stößt.
Die Nominierung von Atubolu ist mehr als verdient. Er hat nicht nur für seinen Verein starke Leistungen gezeigt, sondern war auch ein wichtiger Rückhalt für die deutsche U21. Im Sommer nahm er bei der EM die Silbermedaille entgegen und stellte in der Saison 2024/25 einen neuen Vereinsrekord auf, indem er 609 Minuten am Stück ohne Gegentor blieb.
Zudem haben gegnerische Elfmeterschützen Grund zur Sorge, wenn sie gegen Atubolu antreten. Er hält fünf Strafstöße in Folge, was ihm einen Platz in den Geschichtsbüchern der Bundesliga sichert, denn zuvor gelang dies keinem anderen Torhüter. Ein Debüt für die Nationalmannschaft wäre der nächste Schritt für ihn, auch wenn dies möglicherweise nicht bereits gegen Luxemburg oder Nordirland der Fall sein wird.