DFB-Team genießt freien Tag nach WM-Auftaktsieg gegen Curacao

DFB-Team genießt freien Tag nach WM-Auftaktsieg gegen Curacao

Nach dem beeindruckenden 7:1-Sieg gegen Curacao befindet sich die deutsche Nationalmannschaft weiterhin im Wohlfühlmodus. Am freien Dienstag steht das Sammeln von Kraft für die Mission WM 2026 auf dem Programm.

In Winston-Salem radelten Bundestrainer Julian Nagelsmann und seine Frau Lena zum Training der Ersatzspieler, während auch Nico Schlotterbeck, Florian Wirtz und Alexander Nübel den Montag mit ihren Partnerinnen verbringen konnten. Unmittelbar nach dem Auftaktsieg ging es für die DFB-Mannschaft zurück ins Teamquartier, wobei die Angehörigen ebenfalls mitgereist sind.

Statt Teambesprechungen, Videoanalysen und Einzelgespräche gab Nagelsmann dem Team den gesamten Dienstag frei. Am Mittwoch beginnt dann die Vorbereitung auf das nächste Gruppenspiel bei der WM 2026 gegen die Elfenbeinküste, das am Samstag um 22 Uhr (ZDF und MagentaTV) stattfindet.

Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig äußerte sich im ARD-Interview zu der positiven Atmosphäre im Team: „Ich denke, das ist ein wesentlicher Punkt, dass wir tatsächlich eine gute Atmosphäre schaffen.“ Dies sei auch ein zentraler Aspekt für Bundestrainer Julian Nagelsmann, um eine Gruppe zu formen, die in dieser positiven Umgebung gute Leistungen erbringen kann. Der Bundestrainer setzt beim großen Turnier in Amerika auf Dolce Vita statt auf Dauerstress.

Für die sichere Anreise zum Flughafen wurde die Mannschaft vom Houston Police Department unter der Leitung von Sergeant Adrian Gallardo eskortiert. „Die haben uns wunderbar begleitet, damit wir pünktlich aus Houston abfliegen konnten“, berichtete Rettig. Als kleines Dankeschön erhielt der DFB-Verantwortliche eine Polizeikappe und revanchierte sich mit einem Deutschland-Schal.

Angesichts der enormen Distanzen zwischen den Spielorten sind die Reisestrapazen bereits groß. Daher ist es umso wichtiger, die freien Tage optimal zu nutzen. „Ein großartiger Trainer hat einmal gesagt, der Kopf ist das dritte Bein“, zitierte Rettig den verstorbenen Christoph Daum: „Es tut den Spielern gut, dass sie im Kreis ihrer Familie an einem solchen Tag auch ein wenig entspannen können.“

Die Entscheidung, Familienzeit in North Carolina zu ermöglichen, wurde bereits frühzeitig von Nagelsmann und Sportdirektor Rudi Völler getroffen. Nach den Spielen bei der Heim-Europameisterschaft 2024 durften die Spielerfrauen am folgenden Tag ebenfalls ins Teamquartier. Besteht jedoch die Gefahr, dass die Konzentration leidet, wenn die Wohlfühlatmosphäre zu ausgeprägt ist? „An guter Laune hapert es nicht bei uns – und ich kann da nichts leistungsminderndes erkennen“, stellte Rettig klar.

Eine durchdachte Belastungssteuerung soll hingegen leistungsteigernd wirken. Nagelsmann nahm bereits ab der 64. Minute zahlreiche Wechsel gegen Curacao vor, was ihm die komfortable Führung erleichterte. Diese Wechselbereitschaft des Bundestrainers hat den Startelf-Spielern Kraft gespart, und der freie Tag soll die Akkus weiter aufladen.

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