Didi Hamanns Kritik an Harry Kane und dem FC Bayern
Der ehemalige FC Bayern Spieler und heutige TV-Experte Didi Hamann ist ein scharfer Kritiker seines früheren Vereins. Besonders im Visier hat er den Superstar Harry Kane, dessen Leistungen und die Entscheidungen des Vereins er heftig kommentiert.
In seiner Jugend spielte Hamann beim FC Bayern und startete dort seine Karriere als Fußball-Profi. 1998 wechselte er im Alter von 24 Jahren in die Premier League, wo er beim FC Liverpool seine erfolgreichste Zeit erlebte. Seit einiger Zeit ist er als Fußball-Experte und „Chef-Kritiker“ für den Pay-TV-Sender Sky tätig und nimmt dabei häufig seinen ehemaligen Verein in München ins Visier. Besonders Harry Kane, der im Sommer 2023 verpflichtet wurde, ist ein bevorzugtes Ziel seiner Kritik.
Bereits bei der Verpflichtung des Kapitäns der englischen Nationalmannschaft äußerte der 52-Jährige Bedenken und prognostizierte, dass Kane nicht zum FC Bayern und in die Bundesliga passen würde. Diese Einschätzung erwies sich als gravierend falsch, doch Hamann setzte seine Kritik am Torschützenkönig der letzten beiden Bundesliga-Spielzeiten und am Umgang des FC Bayern mit ihm unermüdlich fort.
Die Pläne der Bayern-Bosse, den Vertrag von Kane, der bis 2027 läuft, frühzeitig zu verlängern, bezeichnete der Ex-Nationalspieler als „irrsinnig“. Zudem kritisierte er sowohl den Trainer Vincent Kompany als auch den Spieler selbst für dessen flexible Spielweise und empfahl Kane, sich auf seine Kernkompetenz, das Toreschießen, zu konzentrieren.
Anfang des Jahres prophezeite Hamann sogar einen Leistungsabfall für den Münchner Topscorer und äußerte in einer Talkrunde mit Lothar Matthäus, dass Kane den Bundesliga-Torrekord von 41 Toren aus der Saison 2020/21 nicht brechen würde. Er schätzte, dass Kane am Ende der Saison bei 26 Toren landen würde, obwohl der 32-Jährige zu diesem Zeitpunkt bereits 19 Tore nach 15 Bundesliga-Partien erzielt hatte.
Mit seinem Weltklasse-Tor zum 2:0 gegen Werder Bremen hat Kane nicht nur die Marke von 500 Toren in seiner Profikarriere erreicht, sondern auch die von Hamann prognostizierten 26 Bundesliga-Tore bereits übertroffen. Das Spiel fand am 22. Bundesliga-Spieltag statt.
Kane selbst lässt sich von den „Experten-Prognosen“ wie der von Hamann nicht beeinflussen und zeigt sich optimistisch bezüglich des Lewandowski-Rekords: „Alles ist möglich. Es ist natürlich noch ein langer Weg und ein unglaublicher Rekord. Ich bin gut drauf und froh, heute wieder getroffen und dem Team geholfen zu haben.“ Mit seinen 26 Toren führt er auch das Rennen um den „Goldenen Schuh“ der besten europäischen Torschützen an, gefolgt von Kylian Mbappé (Real Madrid) mit 23 Toren und Erling Haaland von Manchester City mit 22 Toren.
Warum Hamann dem Toptorjäger des FC Bayern, der aktuell bei insgesamt 41 Treffern in 35 Pflichtspielen steht, einen Leistungsabfall voraussagte, bleibt unklar. Sky bezeichnet ihn als „Experten“, doch um ernst genommen zu werden, müssen seine Vorhersagen gelegentlich eintreffen.
In Bezug auf seinen ehemaligen Verein liegt Hamanns Trefferquote jedoch bei null, was für ihn blamabel ist. Bei den Anhängern des Rekordmeisters ist es mittlerweile ein Running Gag, auf eine erneute negative Prognose Hamanns zu hoffen, wenn eine FCB-Saison besonders erfolgreich verläuft. Gefährlich wird es erst, wenn der „Experte“ große Chancen sieht.