Die DFB-Elf und die Herausforderungen der WM 2026
Die deutsche Nationalmannschaft hat sich für die WM 2026 qualifiziert. Nun stellt sich die Frage, welche Gegner auf sie warten könnten.
Frankfurt – Die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko rückt näher, und obwohl Deutschland als sicherer Teilnehmer in Topf 1 der Gruppenauslosung gesetzt ist, könnte es dennoch zu unangenehmen Begegnungen kommen. Die DFB-Elf hat ihre direkte Qualifikation bereits gesichert und wird definitiv in Topf 1 eingestuft. Allerdings könnten die Playoffs einige Überraschungen aus den unteren Töpfen mit sich bringen.
Insgesamt haben sich bereits zwölf europäische Teams direkt für die WM 2026 qualifiziert, indem sie ihre Qualifikationsgruppen gewonnen haben. Zu den sichergestellten Nationen zählen Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Kroatien, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schottland, die Schweiz und Spanien. Diese Teams können gelassen der Auslosung entgegenblicken, während um die verbleibenden vier europäischen Plätze noch gekämpft wird.
Insgesamt werden 16 UEFA-Nationen an der WM 2026 teilnehmen. Die vier fehlenden Tickets werden in den Playoffs vergeben, die im März 2026 stattfinden. Hierbei kämpfen 16 Teams um die letzten vier europäischen Plätze: die zwölf Gruppenzweiten der Qualifikation sowie vier Mannschaften, die sich über die Nations League qualifiziert haben.
Zu den qualifizierten Gruppenzweiten zählen Albanien, Bosnien und Herzegowina, Dänemark, Italien, Kosovo, Polen, die Republik Irland, die Slowakei, Tschechien, die Türkei, die Ukraine und Wales. Über die Nations League haben sich Rumänien, Schweden, Nordirland und Nordmazedonien qualifiziert, nachdem sie ihre Gruppenphase in der WM-Qualifikation nicht als Erste oder Zweite abgeschlossen hatten.
Für Deutschland wird es besonders spannend: Die DFB-Elf rangiert aktuell auf Platz neun der FIFA-Weltrangliste (Stand: 20. November 2025) mit 1.703 Punkten. Diese Platzierung ist entscheidend, da sie die Topf-Einteilung bei der WM-Auslosung bestimmt. Die drei Gastgeber USA, Kanada und Mexiko sind automatisch in Topf 1 gesetzt, ergänzt durch die neun bestplatzierten Teams der FIFA-Weltrangliste. Deutschland könnte in Topf 1 landen, da Italien sich nicht direkt qualifizieren konnte – ein erheblicher Vorteil.
Die Auslosung der europäischen Playoffs findet am Donnerstag, den 20. November 2025, um 13 Uhr im FIFA-Hauptquartier statt. Bei dieser Auslosung werden acht Halbfinalpaarungen und vier mögliche Finalpaarungen bestimmt, die alle im März 2026 ausgetragen werden. Die gesetzten Mannschaften spielen das Play-off-Halbfinale zu Hause. Italien, als prominentester Gruppenzweiter, gilt als Topfavorit.
Hier liegt die Brisanz: Sollten Teams wie Italien, Dänemark oder die Türkei die Playoffs überstehen, könnten sie Deutschland bei der WM-Gruppenauslosung als starke Gegner aus den unteren Töpfen zugelost werden. Besonders Italien, der amtierende Europameister von 2021, wäre ein äußerst starker Gegner, der eigentlich in Topf 1 gehören würde, aber aufgrund der verpassten direkten Qualifikation in einem niedrigeren Topf landen könnte.
Darüber hinaus könnten auch andere starke Gegner aus den unteren Töpfen auf Deutschland warten. Teams wie Kroatien (Vize-Weltmeister 2018, WM-Halbfinalist 2022), Marokko (WM-Halbfinalist 2022), Japan, Uruguay (zweimaliger Weltmeister), Senegal (Afrika-Cup-Sieger 2021), Iran, Südkorea und Kolumbien stellen potenzielle Herausforderungen dar.
Die WM 2026 wird mit 48 Teams in zwölf Vierergruppen ausgetragen, wobei die beiden besten Teams jeder Gruppe sowie die acht besten Gruppendritten in die nächste Runde einziehen. Zum ersten Mal in der Geschichte der WM wird es ein Sechzehntelfinale geben. Für Deutschland könnte die Topf-Einteilung entscheidend dafür sein, ob man auf einen der Playoff-Sieger trifft oder eine vermeintlich leichtere Gruppe erwischt.