Die WM 2026: Ein Fest der Fußballstars
Die Weltstars zeigen bei der WM ihr ganzes Können und verleihen dem Turnier Glanz. FIFA-Präsident Gianni Infantino profitiert enorm von diesem Event.
New York – Diese WM ist schlichtweg monumental. Sie zieht sich über einen langen Zeitraum und hat noch viele spannende Spiele vor sich. Es lässt sich auch nicht behaupten, dass das Turnier einen einheitlichen Charakter entwickelt hat, da es dezentral organisiert ist und die Hotspots Tausende von Kilometern voneinander entfernt liegen. Die Art und Weise, wie in Mexiko Fußball gespielt wird, unterscheidet sich deutlich von der US-amerikanischen Herangehensweise. Dennoch: Die WM 2026 funktioniert.
Sie bietet tatsächlich Historisches – etwas, das perfekt in unsere Zeit passt, in der Mannschaftssport zunehmend durch individuelle Leistungen und Heldengeschichten wahrgenommen wird. Junge Fans identifizieren sich oft mehr mit Spielern als mit Teams. Eine Vielzahl großer Stars teilt sich diese eine Bühne.
Zu den Hauptakteuren zählen Lionel Messi, der mit einem beeindruckenden Alterswerk an die Spitze der ewigen Torjägerliste aufgestiegen ist, und Kylian Mbappé, der ihm dicht auf den Fersen ist und andeutet, dass er noch größere Höhen erreichen wird. Harry Kane bringt seine englische Mannschaft mit seinen Toren aus jeder erdenklichen Situation heraus. Für den Goldenen Schuh sollte man sich auch seine beeindruckende Trefferquote merken.
Im Fußball erleben wir gerade eine Ära, ähnlich der im Tennis, als Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic, jeder ein „generational talent“, gemeinsam die Sportgeschichte prägten. Zweifellos war dies die beste Zeit für diesen Sport. Für den amerikanischen Markt, der auf Rekorde und außergewöhnliche Leistungen fokussiert ist, passt das, was im Fußball passiert, perfekt.
Weltmeisterschaften verlaufen in der Regel gut, und am schönsten ist es, wenn am Ende die Geschichte einer Mannschaft gefeiert wird. Für die meisten Fußballliebhaber ist das auch völlig in Ordnung. Es spielt keine Rolle, ob der Torschützenkönig lediglich fünf Tore erzielt hat und danach in der Versenkung verschwindet.
Das Turnier 2026 profitiert von den strahlenden Stars und der Konzentration auf wenige zentrale Geschichten. Solche Entwicklungen sind nicht planbar; Messis herausragende Leistung war nicht vorhersehbar. Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, der den Menschen rund um die WM mit überteuerten Preisen zusetzt, hat einfach unverschämtes Glück.