Dino Toppmöller wird Trainer beim RC Lens

Dino Toppmöller wird Trainer beim RC Lens

Dino Toppmöller, der im Januar von Eintracht Frankfurt entlassene Trainer, wird voraussichtlich am Montag als neuer Coach des französischen Vizemeisters RC Lens vorgestellt. Nach seiner Beurlaubung bei Eintracht Frankfurt wartet auf den 45-Jährigen eine neue Herausforderung, da er einen Zweijahresvertrag bei Lens unterzeichnen soll.

Für Toppmöller stellt dies eine spannende Aufgabe dar. Der Racing Club hat nicht nur die Vizemeisterschaft in der Ligue 1 hinter dem dominierenden Paris Saint-Germain errungen, sondern auch den französischen Pokal gewonnen. In der kommenden Saison wird Lens zudem an der Champions League teilnehmen, was für den Fußballlehrer besonders attraktiv ist.

Mit Eintracht Frankfurt hatte Toppmöller das Team ebenfalls in die Champions League geführt, jedoch erlebte er dort einige Rückschläge. Diese Misserfolge auf höchstem Niveau gelten als mitverantwortlich für den Abstieg des einst so erfolgreichen Vereins. Seine Entlassung nach einem turbulenten 3:3-Unentschieden gegen Werder Bremen war zwar nachvollziehbar, traf ihn jedoch hart. Unter seinem Nachfolger Albert Riera hat sich die Situation nicht verbessert.

Die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt freuen sich für ihren ehemaligen Trainer und schätzen ihn sowohl fachlich als auch menschlich. Wirtschaftlich bringt Toppmöllers Engagement der Eintracht jedoch nichts, da sie ihm kein Gehalt mehr zahlen muss. Der ursprünglich bis 2028 laufende Vertrag wurde nach der Beendigung der Zusammenarbeit gegen eine hohe Entschädigungszahlung aufgelöst. Gleiches gilt für Albert Riera, dessen Vertrag dank einer entsprechenden Option ebenfalls frühzeitig beendet wurde. Interessanterweise hat der Verein derzeit keinen Profitrainer auf der Payroll, da Adi Hütter erst am 1. Juli offiziell beginnt.

Toppmöller genießt im frankophilen Raum einen hervorragenden Ruf und spricht fließend Französisch. In Lens wird er die Nachfolge von Pierre Sage antreten, der zu Crystal Palace wechselt und dort Oliver Glasner ersetzen wird – dem Vorgänger von Toppmöller in Frankfurt. Hütter wird ab dem 11. Juli, dem Beginn der neuen Trainingssaison, die Geschicke des Profiteams leiten und geht mit großer Entschlossenheit in seine zweite Amtszeit.

Gemeinsam mit Sportvorstand Markus Krösche hat Hütter die vergangene Saison eingehend analysiert und wichtige Erkenntnisse gewonnen. Eine der Erkenntnisse ist, dass das Team in der Abwehr eine andere Geschwindigkeit benötigt. Weder Rasmus Kristensen auf der rechten Seite noch die zentralen Verteidiger Robin Koch, Arthur Theate oder Aurele Amenda verfügen über das erforderliche Tempo.

Hütter ist ein Trainer, der im Spiel nach vorne ein gewisses Risiko eingeht, weshalb er auf eine schnelle Abwehr setzt. Nur Nathaniel Brown und Nnamdi Collins erfüllen dieses Kriterium. Brown spielt jedoch auf der linken Verteidigerposition und wird in Zukunft nicht mehr für die Eintracht aktiv sein, da ein Wechsel zu Bayern München bevorsteht.

Collins ist zwar schnell, hat jedoch fußballerisch und spieltechnisch Defizite. Nach einer enttäuschenden Saison galt er bis vor Kurzem als Verkaufskandidat. Bei Robin Koch hingegen ist eine feste Rolle eingeplant, da Hütter ihn als Anführer einer Dreierkette sieht. In einer anderen Formation, wie etwa einer Viererkette, hatte der erfahrene Spieler jedoch große Schwierigkeiten.

Aurele Amenda, der unter Albert Riera Stammspieler war, könnte den Verein eventuell verlassen. Die Eintracht würde dem Schweizer Internationalen keine Steine in den Weg legen, sofern der Preis stimmt. Das gilt ebenso für Arthur Theate, der bei der sportlichen Führung jegliches Vertrauen verloren hat. Ein Wechsel zu Nottingham Forest für 15 Millionen oder mehr wird in Betracht gezogen.

Um die Abwehr zu verstärken, sollen zwei schnelle Verteidiger verpflichtet werden. Einer von ihnen könnte Victor Valdepenas sein, ein 19-jähriger Spieler, der hauptsächlich in der zweiten Mannschaft von Real Madrid aktiv ist. Der Linksfuß hat bereits Interesse von Arsenal und Borussia Dortmund geweckt und könnte auch als Linksverteidiger eingesetzt werden. Sein Debüt in dieser Position gab er unter Trainer Xabi Alonso in der Primera Division.

Die Spur zu Soungoutou Magassa, einem 22-jährigen defensiven Mittelfeldspieler von West Ham United, hat sich hingegen erkaltet. Aktuell zeigt die Eintracht kein großes Interesse an dem Spieler.

Topics

Related news