Diskussion um Joshua Kimmich: Verteidiger oder Mittelfeldspieler?
Die Debatte über Joshua Kimmich bleibt weiterhin ein heißes Thema im deutschen Fußball. Die Frage, ob er als Rechtsverteidiger oder im Mittelfeld spielen sollte, sorgt für unterschiedliche Meinungen. TV-Experte Felix Kroos hat eine klare Position: Kimmich sollte in der Verteidigung spielen.
Im WM-Qualifikationsspiel gegen Luxemburg, das Deutschland mit 4:0 gewann, erzielte Kimmich zwei Tore. Trotz seines Erfolgs war er nach dem Spiel das Hauptthema der Diskussion, da die Meinungen über seine beste Position weiterhin auseinandergehen. Kroos betont, dass Kimmich definitiv als Rechtsverteidiger eingesetzt werden sollte.
Bundestrainer Julian Nagelsmann entschied sich ebenfalls, Kimmich gegen Luxemburg in die Viererkette zu ziehen. Kroos ist der Ansicht, dass dies keine Ausnahme bleiben sollte. In einem Interview mit Sport.de erklärte er: „Ganz klar auf der Rechtsverteidiger-Position, weil wir keine Alternativen haben, die annähernd an die Qualität rankommen.“
Bei Bayern München spielt der 30-Jährige seit Jahren im zentralen Mittelfeld, wo er starke Partner wie Aleksandar Pavlović oder Leon Goretzka hat. Auf der rechten Verteidigerposition wird normalerweise Josip Stanisic eingesetzt, der momentan verletzungsbedingt von Sacha Boey vertreten wird. Kroos führt mehrere qualitative Argumente an, warum Kimmich auch in der Nationalmannschaft auf dieser Position spielen sollte.
„Ich finde, dass Außenverteidiger in den letzten Jahren viel mehr Einfluss auf das Spiel haben. Deshalb ist es auch kein Problem, dass er auf der rechten Seite spielt. Man sieht, dass er immer wieder ins Zentrum sucht und ein intelligenter Spieler ist, der genau weiß, wo er die Räume besetzen muss. Er hat auch einen großen Einfluss als Rechtsverteidiger“, analysiert der TV-Experte.
Julian Nagelsmann stellte kürzlich klar, dass Kimmich auf der rechten Seite nur dann eine dauerhafte Option sei, wenn die anderen Kandidaten für diese Position „komplett versagen“ würden. Für Kroos steht jedoch fest: Es gibt keinen Weg daran vorbei, im Mittelfeld auf andere Spieler zu setzen und den Bayern-Star nach hinten zu beordern.
„Deshalb würde ich ihn ganz klar für den Rest der Qualifikation und auch für die WM dort lassen“, fordert er. Ob der Bundestrainer diesen Rat befolgen wird, bleibt abzuwarten. Die Diskussion darüber, wo Kimmich am besten aufgehoben ist, könnte auch während der WM im kommenden Jahr weitergehen.