Diskussion um Rote Karte für Daniel Svensson nach BVB-Niederlage
Die Rote Karte für Daniel Svensson sorgt nach der Niederlage von Borussia Dortmund gegen die Tottenham Hotspur für hitzige Diskussionen. Mats Hummels äußert deutliche Kritik an der Schiedsrichterentscheidung.
Dortmund/London – Borussia Dortmund erlebte am Dienstagabend einen enttäuschenden Champions-League-Abend und verlor mit 0:2 gegen die angeschlagenen Tottenham Hotspur. Neben einem „beinahe Totalausfall“, wie Mats Hummels in seiner Funktion als TV-Experte für Prime Video feststellte, spielte auch die frühe Rote Karte für Daniel Svensson eine entscheidende Rolle für den desolaten Auftritt des BVB.
Der schwedische Spieler wurde bereits in der 26. Minute des Spiels des Feldes verwiesen, nachdem er den Ball im Dribbling verloren hatte und beim Nachsetzen mit seiner Grätsche die Wade von Wilson Odobert traf. Diese Entscheidung sorgte im Experten-Team für umfangreiche Diskussionen, wobei Hummels besonders unzufrieden mit der Entscheidung von Schiedsrichter Glenn Nyberg war, der ebenfalls Schwede ist.
„Die Szene ist unglücklich, aber wird momentan so gepfiffen. Für mich ist das keine Rote Karte“, äußerte Hummels bereits in der Halbzeitpause. Er bezeichnete die Entscheidung als „klassische Standbild-Trefferbild-Rote-Karte“ und argumentierte, dass der Platzverweis in Anbetracht der Situation und ihrer Dynamik nicht gerechtfertigt sei. „Ich wünsche mir tatsächlich, dass die Regeln überarbeitet werden“, forderte der 37-Jährige.
Auch Benedikt Höwedes, Hummels’ Kollege und Co-Kommentator, unterstützte diese Ansicht und erklärte, dass die Rote Karte zu hart gewesen sei, da „die Intention war, den Ball zu spielen“. Wolfgang Stark, ein ehemaliger FIFA-Schiedsrichter und Experte bei Prime Video, stimmte den Vorrednern nur teilweise zu. Er betonte, dass es sich um einen „typischen Videobeweis-Platzverweis“ handele, da die Dynamik für eine Rote Karte fehle und der Ball in der Nähe sei.
Dennoch war Stark der Meinung, dass der Schiedsrichter korrekt gehandelt habe. „Wir sehen ein gestrecktes Bein, die offene Sohle und das Trefferbild. Das überlagert in dieser Szene und das ist die Vorgabe der UEFA“, fügte der Schiri-Experte hinzu. Trotz dieser Erklärung blieb Hummels bei seiner ursprünglichen Meinung und wies darauf hin, dass für ihn keine Dynamik erkennbar sei.
„Er geht nicht in den Mann und spielt den Ball. Sein Gegenspieler spielt den Ball übrigens gar nicht“, betonte Hummels abschließend. Es handele sich lediglich um eine „Nachzieh-Aktion, die im Fußball häufig vorkommt“. Unabhängig von der Diskussion um die Rote Karte hat der BVB es verpasst, sich vorerst unter den ersten acht Mannschaften zu positionieren und muss nun wahrscheinlich in die Playoffs.