Djibril Sow: Ein möglicher Transfer in die Bundesliga?

Djibril Sow: Ein möglicher Transfer in die Bundesliga?

Viele Vereine sind derzeit auf der Suche nach Verstärkungen im zentralen Mittelfeld. Steht ein Europa-League-Sieger von 2022 im Fokus?

Sevilla – Djibril Sow hat die erfolgreichste Zeit seiner Karriere bei Eintracht Frankfurt erlebt. Der Schweizer war eine der treibenden Kräfte auf dem Weg zum Europa-League-Sieg 2022 und sammelte in der darauffolgenden Saison wertvolle Erfahrungen in der Champions League. Anschließend entschied er sich für einen Wechsel zum FC Sevilla.

Bei dem Traditionsverein ist Sow, solange er fit ist, ein unverzichtbarer Bestandteil der Mannschaft. In 74 Pflichtspielen war er an sieben Toren beteiligt. Allerdings kam der 49-fache Nationalspieler zu einem herausfordernden Zeitpunkt nach Andalusien. Der Kicker berichtete im April dieses Jahres über die finanziellen Schwierigkeiten des Vereins, der damals mit einem Schuldenberg von etwa 350 Millionen Euro kämpfte.

Diese Situation führte dazu, dass Sevilla Stars wie Loic Bade (Bayer Leverkusen), Dodi Lukebakio (Benfica) und Stanis Idumbo (Monaco) für über 50 Millionen Euro verkaufte. Die Neuzugänge hingegen kamen größtenteils ablösefrei; nur für Batista Mendy wurde eine Leihgebühr von 250.000 Euro an Trabzonspor gezahlt. Der FC Sevilla wird auch in Zukunft offen für Verkäufe sein.

In diesem Kontext könnte Sow eine Rolle spielen. Obwohl er nicht aktiv nach einem Wechsel sucht, ist er offen für eine Veränderung. In den letzten Jahren hat er sich zu einem Führungsspieler entwickelt, seine Sprachkenntnisse erweitert und spricht nun neben Deutsch, Englisch und Französisch auch fließend Spanisch. Fußballerisch wissen die meisten Klubs, was sie an dem gebürtigen Züricher haben. Sow ist zwar kein Lautsprecher, aber dennoch ein natürlicher Anführer.

Er zeichnet sich durch hohe Spielintelligenz, enorme Laufstärke und Erfahrung aus, was seine über 300 Pflichtspiele für Eintracht Frankfurt, Sevilla und die Young Boys Bern belegen. Sein Vertrag läuft noch bis 2029. Bereits im vergangenen Sommer gab es erste Gerüchte über ein Comeback in der Bundesliga. Warum nicht schon im Winter? Neben einem Kauf könnte auch eine Leihe mit Kaufoption in Betracht gezogen werden.

Ein großer Vorteil wäre die schnelle Integration. Zudem hat Sow in seiner Karriere oft seine Resilienz unter Beweis gestellt. Er kann mit Rückschlägen umgehen, wie seine Rückkehr in die Nationalmannschaft nach rund 18 Monaten Abwesenheit zeigt. Djibril Sow gibt nicht auf und ist auch physisch präsent, wenn man ihn braucht.

Der Transfermarkt nimmt langsam Fahrt auf, und Sow beobachtet die Entwicklungen gelassen. Für die meisten deutschen Klubs wäre er eine dringend benötigte Soforthilfe. Der Marktwert des 28-Jährigen, der sich für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 empfehlen möchte, wird auf 7,5 Millionen Euro geschätzt. Ein interessierter Verein müsste ein entsprechendes Paket schnüren.

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