Dominik Kohr wird zum größten Rüpel der Bundesliga-Geschichte
Dominik Kohr hat nun offiziell den Titel des größten Rüpel in der Geschichte der Bundesliga inne. Mit seiner neuesten Gelben Karte hat er sich den ersten Platz in der ewigen Sünderkartei gesichert. Der 1. FSV Mainz 05 wird in diesem Zusammenhang oft als "Tretertruppe" bezeichnet.
Mainz – Es war nur eine Frage der Zeit, bis Dominik Kohr, Spieler des 1. FSV Mainz 05, den Rekord erreichen würde. Mit seiner Gelben Karte beim 1:1-Unentschieden gegen den Hamburger SV überholte der robuste Defensivspieler, auch bekannt als "Hard-Kohr", Stefan Effenberg und kletterte an die Spitze der ewigen Sünderkartei der Bundesliga.
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte gegen den HSV erhielt Dominik Kohr seine insgesamt 105. Verwarnung. In seiner bisherigen Karriere in der Bundesliga, die 324 Spiele umfasst, sammelte er zudem drei Rote Karten und sechs Mal Gelb-Rot. Insgesamt ergibt dies 138 Punkte in der Sünderkartei – ein Punkt mehr als der frühere Rekordhalter Stefan Effenberg. Zum Verständnis: Eine Gelbe Karte zählt einen Punkt, Gelb-Rot drei Punkte und eine Rote Karte fünf Punkte. Der dritte Platz im Rüpel-Ranking wird von Sergej Barbarez mit 115 Punkten belegt.
Trotz seiner bisherigen Verwarnungen hatte Dominik Kohr beim Unentschieden gegen den HSV Glück, nicht erneut vom Platz gestellt zu werden. Bei einem Zweikampf gegen Miro Muheim ging er mit offener Sohle zur Sache, doch Schiedsrichter Robin Braun entschied sich gegen eine Ampelkarte. Auch in einem vorherigen Vorfall mit Silas hätte der Spieler sich nicht über eine zweite Gelbe Karte und einen Platzverweis beschweren dürfen. Nach dem Spiel äußerte Muheim am Sky-Mikrofon: „Ich habe lange nicht mehr gegen so eine Tretertruppe gespielt.“
In der Mixed Zone kritisierte Muheim zudem die Schiedsrichterentscheidung und erklärte: „Beide Situationen waren klar Gelb-Rot. Dass der Schiedsrichter nicht eingreift, ist unverständlich.“ Allerdings profitierte auch der HSV von einer Schiedsrichterentscheidung, da der Ausgleichstreffer von Fabio Vieira nicht hätte zählen dürfen. Nicolai Remberg hatte beim abgefälschten Freistoß den erforderlichen Abstand zur Mauer des 1. FSV Mainz 05 nicht eingehalten.