Dortmund sichert sich späten Punkt gegen Leipzig trotz strittiger Entscheidung
Borussia Dortmund hat in einem spannenden Spiel gegen RB Leipzig einen späten Punkt erkämpft. Nach dem Spiel stand jedoch eine umstrittene Szene im Mittelpunkt der Diskussion.
Leipzig – War es am Ende ein gefühlter Sieg für Dortmund? Diese Frage stellt sich nach dem Spitzenspiel, in dem die Mannschaft von einem 0:2-Rückstand zurückkam und schließlich einen Punkt mitnehmen konnte. Dennoch könnte diese Punkteteilung zu wenig sein, um den FC Bayern ernsthaft unter Druck zu setzen.
Besonders heiß diskutiert wurde eine Szene kurz vor Schluss, als es im Leipziger Strafraum zu einem Kontakt zwischen Castello Lukeba und Karim Adeyemi kam. Die Dortmunder forderten vehement einen Elfmeter, doch der Schiedsrichter entschied nicht darauf und auch der VAR aus Köln schaltete sich nicht ein. Trainer Niko Kovac zeigte sich über diese Entscheidung verwundert und brachte eine persönliche Anekdote ein.
„Bis zu meinem 13. oder 14. Lebensjahr war ich auch Judoka. Das ist eine Sichel, das ist ein Feger. Ich weiß nicht, was wir im Studio gesehen haben, aber anscheinend das Falsche“, sagte er in einem Interview bei Sky und stellte damit den VAR in Frage, ohne dem Schiedsrichter die Schuld zu geben.
„Das kann der Schiedsrichter nicht sehen. Aber der im Studio hat die Bilder, die wir auch haben. Das ist eine Fehlentscheidung. Er trifft ihn ja“, betonte Kovac und verteidigte damit Schiedsrichter Benjamin Brand. Die Diskussionen hätten wohl noch an Intensität gewonnen, wenn Fabio Silva in der 95. Minute nicht den Ausgleich erzielt hätte.
Auch BVB-Geschäftsführer Sebastian Kehl stellte sich hinter Kovac: „Wir müssen nicht immer einer Meinung sein. Nach ein paar Minuten des Nachdenkens bleibe ich dabei, dass das ein klarer Elfmeter war. Der VAR hätte eingreifen müssen und auf den Punkt zeigen müssen. Dann hätte das Spiel möglicherweise einen anderen Verlauf genommen.“
Für den BVB sollte der Ärger jedoch nicht zu lange nachwirken, denn bereits am kommenden Wochenende steht das absolute Spitzenspiel gegen den FC Bayern an. Für Dortmund könnte dies die letzte Chance sein, um im Meisterschaftsrennen noch ein Wörtchen mitzureden. Eine Leistungssteigerung ist dabei unerlässlich.