Ebola-Ausbruch führt zu Einreiseverboten für Fußball-WM
Ein Ebola-Ausbruch verunsichert derzeit die Bevölkerung in mehreren afrikanischen Ländern. In Reaktion auf die Situation haben die Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft, die USA, Kanada und Mexiko, Einreiseverbote für das bevorstehende Turnier verhängt, das vom 11. Juni bis zum 19. Juli stattfinden soll.
Die US-Regierung gab in einer Mitteilung im Namen aller Gastgeber bekannt, dass Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit bei Reisen aus Regionen mit hohem Ebola-Risiko ergriffen werden. Konkret bedeutet dies für die USA ein 30-tägiges Einreiseverbot für Nicht-Amerikaner, die sich in den letzten drei Wochen in Uganda, der Republik Kongo oder dem Südsudan aufgehalten haben. Diese Informationen stammen von der Gesundheitsbehörde CDC.
Mexiko verfolgt einen ähnlichen Ansatz, wobei die Regelung dort für 60 Tage gelten soll. In der gemeinsamen Mitteilung heißt es: „Dieser koordinierte Ansatz zielt darauf ab, unsere Bürger sowie die Millionen von Besuchern, Fans, Athleten und Touristen, die zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erwartet werden, zu schützen und gleichzeitig den Reise- und Warenverkehr über unsere Grenzen hinweg aufrechtzuerhalten.“
„Die Gesundheit und Sicherheit aller Menschen in der Region hat für uns höchste Priorität, während wir die Welt in Nordamerika willkommen heißen“, ergänzt die Erklärung. Zudem forderte die US-Regierung die Nationalmannschaft der DR Kongo auf, sich nach ihrer Einreise in die USA für 21 Tage zu isolieren.
Insbesondere der Osten der DR Kongo und Teile Ugandas sind derzeit stark von dem Ebola-Ausbruch betroffen. Nach Angaben der Regierung gibt es allein im Kongo mehr als 1000 Verdachtsfälle und etwa 250 Todesopfer. In Uganda sind die Zahlen bislang deutlich niedriger.