Edin Terzić: Nach dem Champions-League-Finale auf der Suche nach neuen Herausforderungen
Edin Terzić, der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund, führte den Verein 2024 ins Finale der UEFA Champions League, trat jedoch nach dem Spiel zurück und ist seitdem ohne Traineranstellung.
Dortmund/London – Edin Terzić hat über viele Jahre hinweg eine enge Verbindung zu Borussia Dortmund gehabt. Der 43-Jährige war, mit wenigen Unterbrechungen, seit 2010 für den Klub aktiv. Er begann seine Karriere als Scout, übernahm verschiedene Co-Trainer- und Cheftrainerpositionen in den Jugendmannschaften und stand 2020 erstmals als Interimstrainer an der Seitenlinie der Profimannschaft, bevor er schließlich Cheftrainer wurde.
Die darauffolgende Zeit war von Erfolgen geprägt. Terzić führte die damals in Schwierigkeiten steckenden Dortmunder 2021 zum DFB-Pokalsieg und überraschend 2024 ins Finale der UEFA Champions League, wo sie gegen Real Madrid mit 0:2 verloren. Nach diesem Finale gab Terzić seinen Rücktritt als BVB-Coach bekannt und hat seitdem keine Trainerposition mehr gefunden.
Inzwischen sind 18 Monate vergangen, und Terzić ist nach wie vor ohne Beschäftigung. Bei der Hudl-Performance-Insight-Konferenz in London wurde er auf seine lange Trainerabstinenz angesprochen. Der ehemalige BVB-Trainer erklärte, dass er nicht einfach auf eine neue Stelle warte. „Ich bereite mich vor: Das ist ein großer Unterschied. Ein Trainer kann in seinem Leben nicht warten, er muss bereit sein“, sagte Terzić. Er hat sich stets offen für neue Herausforderungen gezeigt.
„Ich schaue mir viele Spiele an, aber es gibt noch viel mehr zu tun. In den letzten Monaten habe ich mich mit 60 Personen getroffen, um mich weiterzuentwickeln und herauszufinden, wer der Richtige für mich sein könnte, wenn sie mich kontaktieren“, fügte Terzić hinzu. Neben seiner Vorbereitung auf eine neue Aufgabe liegt sein Fokus auch auf anderen Aspekten seines Lebens. „Ich war Vater, Ehemann, Bruder und Freund. Sechs Wochen lang war ich mit meinen Kindern im Urlaub, die ich zuvor kaum gesehen hatte.“
In den vergangenen Monaten gab es angeblich großes Interesse an Terzić, insbesondere aus Italien. Der 43-Jährige blieb dabei jedoch vage. „Ich kann nur sagen, dass es Interesse von einigen italienischen Vereinen gab, aber ich werde nicht verraten, von welchen.“ Gerüchte besagen, dass Klubs wie AC Mailand, Juventus und AS Rom darunter sind.
Darüber hinaus wurde Terzić in den letzten Wochen mit dem VfL Wolfsburg und einem möglichen Comeback in der Bundesliga in Verbindung gebracht. Als der ehemalige Wolfsburg-Trainer Paul Simonis unter Druck geriet, wurde Terzić als potenzieller Nachfolger in Betracht gezogen. Inzwischen wurde auch Sportdirektor Sebastian Schindzielorz beurlaubt, was Terzićs mögliche Verpflichtung bei Wolfsburg zusätzlich interessant macht. Als Schindzielorz-Nachfolger wird derzeit Sven Mislintat gehandelt, der Terzić aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Borussia Dortmund gut kennt.