Eintracht Frankfurt: Ayoube Amaimouni-Echghouyab überzeugt nach Wechsel

Eintracht Frankfurt: Ayoube Amaimouni-Echghouyab überzeugt nach Wechsel

Eintracht Frankfurt hat im Winter hervorragende Transfers getätigt, insbesondere der schnelle Durchbruch von Ayoube Amaimouni-Echghouyab überrascht.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt überwies 200.000 Euro an die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim, um Ayoube Amaimouni-Echghouyab im Januar für einen Schnäppchenpreis aus der dritten Liga in die Bundesliga zu holen. Der 20-Jährige erhielt einen Vertrag bis 2031. Vier Monate später zeigt sich, dass Sportvorstand Markus Krösche im Wintertransferfenster neben Arnaud Kalimuendo einen weiteren Volltreffer gelandet hat.

Sportdirektor Timmo Hardung äußerte bereits bei der Verpflichtung im Januar: „Uns ist bewusst, dass der Sprung über zwei Ligen eine gewisse Anlaufzeit erfordert, aber wir trauen Ayoube zu, sich schnell den neuen Anforderungen anzupassen – mit der Zeit und Unterstützung, die wir ihm geben werden.“ Amaimouni-Echghouyab, auch „Jupp“ genannt, scheint jedoch keine Zeit verlieren zu wollen.

Nach 443 Einsatzminuten hat er bereits vier Scorerpunkte und einen Pre-Assist gesammelt. Auch der VfL Wolfsburg konnte ihn vor dem Führungstor von Oscar Höjlund nicht aufhalten. Hätte er nur eine Zehntelsekunde später gestartet, hätte er die Partie möglicherweise schon vor der Pause entschieden. Er erweist sich als äußerst schwer zu greifen für seine Gegenspieler.

Trainer Albert Riera hat ihn bereits viermal in die Startelf berufen. Unter dem Vorgänger Dino Toppmöller feierte er ein beeindruckendes Debüt. Amaimouni-Echghouyab erzielte in Stuttgart (2:3) nur drei Minuten nach seiner Einwechslung den zwischenzeitlichen Ausgleich und bereitete drei Tage später in Bremen (3:3) den Last-Minute-Ausgleich vor. Sein Potenzial war bereits damals unübersehbar, nachdem er innerhalb von 18 Monaten aus der Oberliga in die Bundesliga aufgestiegen ist.

Sein Entdecker, Antonios Kotziampassis, Sportlicher Leiter seines ehemaligen Klubs Erkenschwick, verriet bereits im Januar im Interview mit Absolut Eintracht: „Sein Charakter sticht sofort hervor. Jupp trat sehr bescheiden auf und ist ein großartiger Typ. Er nimmt Ratschläge an und versucht, diese auf dem Platz umzusetzen.“

Amaimouni-Echghouyab selbst äußerte im Eintracht-Podcast: „Ich wollte einfach mein Ding machen und frei aufspielen, was mir gut gelungen ist. Wenn man als Spieler das Vertrauen des Trainers spürt, kann man noch mehr aus sich herausholen – dann ist man freier auf dem Platz.“ Riera sah nach dem Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach (3:0) in ihm und Jean-Matteo Bahoya „zwei Flugzeuge“.

Die Flügelspieler haben unter dem Spanier an Gewicht im Offensivspiel gewonnen: „Ich will, dass die Flügelspieler wie unsere zweiten Stürmer agieren.“ Amaimouni-Echghouyab profitiert davon, da er ins Dribbling gehen darf und in 27 Versuchen in 56 Prozent der Fälle erfolgreich war. Der Marokkaner mit spanischen Wurzeln hat nach seinem steilen Aufstieg verständlicherweise noch Defizite.

Ayoube Amaimouni-Echghouyab taucht phasenweise komplett ab, gewann nur 36 Prozent seiner Zweikämpfe und zeigte Schwächen in der Rückwärtsbewegung. Trotz seines rasanten Aufstiegs haben alle Beteiligten Geduld. Die Freude über seine schnellen Fortschritte überwiegt. Amaimouni-Echghouyab hat das Potenzial, zu einer Stütze und einem Publikumsliebling heranzuwachsen.

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