Eintracht Frankfurt besiegt Augsburg mit 1:0 und blickt optimistisch nach vorn

Eintracht Frankfurt besiegt Augsburg mit 1:0 und blickt optimistisch nach vorn

Reporter Christopher Michel hat Eintracht Frankfurt kontinuierlich aus nächster Nähe beobachtet und teilt seine Eindrücke in dieser Kolumne.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt hat am Samstag den FC Augsburg mit 1:0 besiegt. Die Stimmung im Stadion war ausgelassen, als Ritsu Doan das entscheidende Tor erzielte. Der Jubel ertönte nicht nur beim Tor, sondern auch beim Schlusspfiff, während die Fans zweimal aufatmeten, als der VAR bei Augsburger Treffern eingriff und Abseitsstellungen feststellte. Um etwa 17:30 Uhr war im Stadion ein kollektives Aufatmen zu hören.

Trotz des Sieges gab es jedoch kritische Stimmen aus dem Umfeld der Eintracht. Die Hessen kamen lediglich auf elf Torschüsse, der xG-Wert betrug 1,05 und die Zweikampfquote lag bei schwachen 43 Prozent. Sportvorstand Markus Krösche ist sich der Situation bewusst und äußerte: „Wir können besser Fußball spielen.“

Krösche nahm jedoch eine philosophische Haltung ein und stellte die Frage: „Wer sind wir? Und wo kommen wir her?“ Er empfindet die Stimmung innerhalb des Eintracht-Umfelds als zu negativ. „Natürlich war die 0:6-Niederlage in Leipzig desolat“, räumte er ein.

Dennoch betonte er: „Wir sind immer noch im Rennen um die internationalen Plätze. Mit dem Druck, den wir hatten, haben wir das gegen Augsburg gut gelöst.“ Kritiker mögen dies als Schönrederei bezeichnen, doch aus Sicht der Eintracht ist es ein notwendiger Schutz für die Spieler und das Trainerteam unter Dino Toppmöller, besonders in Zeiten, in denen der interne Druck steigt.

Ansgar Knauff äußerte sich optimistisch: „Angesichts der ganzen Kritik ist es für uns als Team gut zu wissen, dass wir voll dabei sind und alle Möglichkeiten in der Bundesliga haben. Das gibt uns einen Schub für das letzte Spiel.“ Auf die kritische Betrachtungsweise der Fans und Journalisten angesprochen, antwortete Knauff: „Wir müssen vorsichtig sein. Es kann schnell in beide Richtungen gehen. Nach zwei guten Spielen loben uns alle, und nach zwei schlechten Spielen ist alles schlecht. Wir wissen, dass wir fußballerisch mehr leisten können. Dennoch ist nicht alles schlecht, wenn man auf die Tabelle schaut.“ Der siebte Platz mit 24 Punkten lässt alle Optionen offen.

Am Ende war die Stimmung in der Kabine der Frankfurter wieder etwas besser. Die Spieler schienen erleichtert, denn oft hatten sich die letzten Spiele wie Siege oder Niederlagen angefühlt. Ein mühsamer Erfolg gegen Augsburg ist daher Balsam für die Seele. Die Spieler wirken erschöpft, nach 22 Pflichtspielen steckt die Müdigkeit in ihren Knochen.

Die letzte Herausforderung des Jahres steht beim Hamburger SV an. Mit einer Wagenburgmentalität zum Erfolg? Es wäre ein starker Abschluss eines historischen Jahres, das mit einem 1:0-Sieg im hohen Norden gegen den FC St. Pauli begann. Ein solches Ergebnis würden die Protagonisten der Eintracht wohl sofort unterschreiben.

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