Eintracht Frankfurt kämpft gegen Pyrotechnik
Die Fans von Eintracht Frankfurt sorgten in der Saison 2025/26 mehrfach für negative Schlagzeilen. Klub-Boss Axel Hellmann hat nun angekündigt, der Pyrotechnik den Kampf anzusagen.
Frankfurt – Die Saison verlief alles andere als erfreulich für die Anhänger von Eintracht Frankfurt. Der achte Platz in der Tabelle führte zu Enttäuschung und dem Verpassen internationaler Wettbewerbe. Auch die Trennung von Trainer Albert Riera sorgte für Aufsehen. Inzwischen wurde Adi Hütter als Nachfolger eingestellt, der in seiner zweiten Amtszeit am Main für Stabilität und Ruhe sorgen soll. Dennoch hat Hellmann noch weitere Herausforderungen zu bewältigen.
Der Vorstandssprecher, der kürzlich einen neuen Vertrag mit dem Verein unterzeichnet hat, möchte die Probleme rund um die Pyrotechnik ernsthaft angehen. In der vergangenen Saison fielen die Fans der Eintracht wiederholt negativ auf, was zu hohen Geldstrafen für den Klub führte. Diese Situation ist für Hellmann nicht länger akzeptabel, insbesondere da es zuletzt auch zu Verletzungen kam.
„Für uns hat sich eine Welt verändert. Konkrete Gefahren und Verletzungen sind aufgetreten. Das wird unseren Umgang mit Pyrotechnik verändern müssen“, erklärte Hellmann auf der Aufsichtsratsitzung. „Wir im Vorstand sind haftungsrechtlich verantwortlich. Es muss klar sein, dass es so nicht weitergehen kann, wenn wir nicht alle Risiken einer Klage oder eines strafrechtlichen Verfahrens vermeiden wollen.“
Die Führungsetage kann bei Vorfällen, wie zuletzt gegen Stuttgart, strafrechtlich verfolgt werden, jedoch nur, wenn sie nicht ausreichend Maßnahmen ergreift, um das Chaos rund um Pyrotechnik zu stoppen. „Wir können nicht mehr darauf vertrauen, dass diejenigen, die die Fankultur verstehen, weiterhin behaupten, es sei beherrschbar und nicht gefährlich“, betont Hellmann.
Schwere Brandverletzungen und brennende Haare während des Heimspiels gegen Stuttgart haben Hellmann zum Umdenken bewegt. Vorstand Philipp Reschke arbeitet gemeinsam mit ihm an Maßnahmen. Im Stehplatzbereich könnten bald umfangreiche Kontrollen eingeführt werden, möglicherweise wird die Nordwestkurve sogar baulich verändert.
Fans, Polizei und Feuerwehr werden in die geplanten Maßnahmen einbezogen. Noch bevor die Frankfurter in die Vorbereitung auf die neue Saison starten, droht bereits ein weiterer Konflikt. Die Ultras der Adler hatten zuletzt die Vorfälle mit der Behauptung gerechtfertigt, Pyrotechnik sei ungefährlich, solange sie in der Hand bleibt. Diese Aussage wird Hellmann jedoch nicht länger akzeptieren.