Eintracht Frankfurt: Konkurrenzkampf im Angriff
Eintracht Frankfurt verfügt über zahlreiche Optionen im Angriff, insbesondere auf den Flügeln, wo ein intensiver Konkurrenzkampf herrscht. Zwei Spieler kämpfen um einen Platz in der Startelf.
Jean-Matteo Bahoya, der linke Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt, hatte einen beeindruckenden Saisonstart. Er eröffnete die neue Spielzeit im DFB-Pokal mit einem 5:0-Sieg gegen den FV Engers, gefolgt von einem Doppelpack gegen den SV Werder Bremen (5:1) und einer hervorragenden Vorlage beim 3:1-Sieg gegen die TSG Hoffenheim. Der 20-Jährige arbeitet intensiv an seinem endgültigen Durchbruch.
Ansgar Knauff, der in der Endphase der vergangenen Saison bei der SGE unverzichtbar war, musste bisher in fünf von sechs Pflichtspielen zunächst auf der Bank Platz nehmen. Auf der rechten Seite ist der 21 Millionen Euro teure Neuzugang Ritsu Doan gesetzt, während Bahoya sich zu Beginn auf der linken Seite einen Vorteil erarbeitet hat. Knauff jedoch ist ein Spieler, der nicht so schnell aufgibt.
Als Joker erzielte Knauff gegen Bremen einen Treffer und hinterließ bei seinem Startelfeinsatz gegen Galatasaray Istanbul (5:1) in der Champions League einen hervorragenden Eindruck. Er bereitete den vierten Treffer vor und traf selbst noch einmal. Trainer Toppmöller erklärte: „Matteo hätte auch gegen Galatasaray im Team bleiben können. Aber jetzt war der Moment gekommen, den Konkurrenzkampf anzufeuern.“
Der Zweikampf sei, so der Coach weiter, eröffnet. Bahoya und Knauff hätten in der Woche vor dem Duell gegen Borussia Mönchengladbach gut trainiert: „Wir haben die Qual der Wahl!“ Auch Doan wird nicht in jedem Spiel auf dem Platz stehen können. Knauff ist jedenfalls aus mehreren Gründen regelmäßig gefragt.
Der 23-Jährige bringt viele positive Eigenschaften mit. Knauff ist voller Energie, schnell, erfahren und zeigt großen Vorwärtsdrang, während er auch fleißig in der Defensive arbeitet. Damit kompensiert der gebürtige Göttinger, der 2023 fest von Borussia Dortmund zur Eintracht wechselte, seine technischen Defizite. Er gibt stets sein Bestes auf dem Platz.
Bahoya hingegen ist der technisch versiertere Spieler. Er zieht gerne vom Flügel nach innen und bringt seine Flanken in die Mitte. Zudem hat er eine enorme Geschwindigkeit, stellte den Bundesliga-Rekord mit über 37 km/h auf und schleicht sich oft an den zweiten Pfosten, um eiskalt abzuschließen. Elf Scorerpunkte in 1.844 Minuten sind eine beeindruckende Bilanz für dieses große Talent.
Eintracht Frankfurt wird bei ihrem Tanz auf drei Hochzeiten jede Kraft benötigen. Toppmöller kann Woche für Woche entscheiden, welche Qualitäten besser zu den jeweiligen Gegnern passen. Vor dem Traditionsduell gegen Borussia ließ er sich nicht in die Karten schauen. Bahoya und Knauff jedenfalls sind bereit und geben in diesem spannenden Wettkampf nicht auf.