Eintracht Frankfurt: Michael Zetterers beeindruckender Einsatz nach Verletzung von Kauã Santos
Eintracht-Trainer Albert Riera berichtete von einem intensiven Gespräch mit Michael Zetterer, dessen Auswirkungen schneller sichtbar wurden als erwartet.
Frankfurt – Als Michael Zetterer am Sonntag nach nur wenigen Minuten ins Tor von Eintracht Frankfurt eintrat, wirkte er, als hätte er sich genau auf diesen Moment vorbereitet. Der 30-Jährige stand plötzlich im Mittelpunkt, nachdem sich Kauã Santos früh verletzte – und Zetterer lieferte ab. Diese Entschlossenheit hatte Trainer Albert Riera wenige Tage zuvor in einem persönlichen Gespräch von ihm gefordert.
Nach dem 2:0-Sieg gegen Freiburg erinnerte sich der Coach an sein Gespräch mit Zetterer: „Ich sagte zu Zetti: ‚Wenn du um einen Stammplatz kämpfen willst, musst du immer bereit sein. Diesen Druck brauche ich von dir‘“. Tatsächlich trat genau dieses Szenario ein – und Zetterer bestand die Prüfung. Mit Ruhe, Präsenz und starken Paraden bewies er, dass er mehr als nur ein Backup sein kann.
Auch Sportvorstand Markus Krösche würdigte den spontanen Einsatz: „Es ist nicht einfach, so aus dem Nichts ins Tor zu gehen“, erklärte Krösche nach dem Erfolg über Freiburg. „Man sieht seine Erfahrung in bestimmten Situationen, und er hat einige Bälle gut gehalten. Insgesamt war es ein gutes Spiel von ihm.“
Dieser erfolgreiche Kaltstart könnte der Schlüssel sein, denn Zetterer wird die Eintracht in den kommenden Wochen voraussichtlich regelmäßig vertreten müssen. Die Diagnose bei Kauã Santos fiel zwar weniger dramatisch aus als zunächst befürchtet, doch seine Innenbandverletzung im rechten Knie wird ihn etwa sechs Wochen außer Gefecht setzen.
Angesichts des Spielplans könnte der 22-Jährige frühestens im April zurückkehren – möglicherweise sogar erst zur neuen Saison. Für den Brasilianer ist dies ein weiterer Rückschlag in einer ohnehin turbulenten Spielzeit, die bereits von Verletzungen geprägt war. Daher ruhen die Hoffnungen erneut auf Zetterer, dessen Saison selbst eine Achterbahnfahrt war: rein ins Tor, wieder raus, wieder rein – und nun wohl bis Saisonende gesetzt.
Für Riera zieht sich eine zentrale Botschaft durch die Mannschaft: uneingeschränkte Bereitschaft. „Ich sage allen Spielern: Lass es niemals dazu kommen, dass der Trainer zu dir kommt und sagt: ‚Du warst nicht bereit‘“, betonte der Spanier. Eintrachts Kaltstarter Zetterer war bereit – und kann seinen Trainer in den kommenden Wochen weiterhin von seinen Qualitäten überzeugen.