Eintracht Frankfurt: Torhüterwechsel und Zetterers Entwicklung

Eintracht Frankfurt: Torhüterwechsel und Zetterers Entwicklung

Eintracht Frankfurt war in der vergangenen Saison stark mit der Torhüterposition beschäftigt. Michael Zetterer konnte jedoch positive Akzente setzen.

Frankfurt – Die Eintracht wechselte aufgrund von Verletzungen insgesamt fünfmal auf der Torhüterposition. Nach dem Abgang von Klublegende Kevin Trapp kurz vor Saisonbeginn war die Situation zwischen den Pfosten während der gesamten Spielzeit angespannt.

Zetterer, der von Werder Bremen kam, war zunächst als Nummer zwei eingeplant. Sportvorstand Markus Krösche stellte nach dem Comeback von Kaua Santos Ende September klar, dass dieser die Nummer eins sei. Im Nachhinein stellt sich jedoch die Frage, ob Ex-Trainer Dino Toppmöller den Brasilianer nach seiner schweren Knieverletzung so schnell hätte einsetzen müssen. Zetterer zeigte bis dahin gute Leistungen und strahlte Sicherheit aus.

Nach fünf Pflichtspielen mit 18 Gegentoren kam es zu einem Umbruch. Toppmöller setzte Santos vorübergehend auf die Bank und sprach Zetterer sein Vertrauen aus. Der 30-Jährige zeigte überwiegend starke Leistungen, insbesondere im Spielaufbau, doch das generelle Chaos in der Defensive konnte auch er nicht verhindern. Die Abwehr der Eintracht war häufig unter Druck.

Nach dem Jahreswechsel folgte der nächste Wechsel: Santos kehrte im Januar ins Tor zurück. Nachdem sich der mittlerweile 23-Jährige stabilisiert hatte, erlitt er jedoch einen weiteren Rückschlag. Im Duell gegen den SC Freiburg verletzte sich Santos erneut am Knie nach einem Zusammenstoß mit Igor Matanovic.

Am 1. März übernahm Zetterer wieder den Platz im Tor und behielt ihn bis zum Saisonende. Trotz der Schwierigkeiten des Vereins kann er auf sein erstes Jahr in Frankfurt zufrieden zurückblicken. Mit 2.635 Einsatzminuten und fünf Einsätzen in der Champions League hat er wertvolle internationale Erfahrung gesammelt und seine eigenen Erwartungen übertroffen. Im Sommer werden die Karten voraussichtlich neu gemischt.

Unter dem noch nicht feststehenden neuen Cheftrainer gilt ab Sommer das Leistungsprinzip: Jeder Spieler, einschließlich der Torhüter, erhält die faire Chance, sich für die Startelf zu empfehlen. Trotz diverser Gerüchte drängt der erfahrene Torwart nicht auf einen Wechsel. Im Gegenteil, Zetterer hat noch einen Vertrag für drei Jahre in Frankfurt und fühlt sich trotz der turbulenten Saison gut in der Mainmetropole angekommen.

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