Eintracht Frankfurt: Trainerwechsel und Kaderkritik nach enttäuschender Saison

Eintracht Frankfurt: Trainerwechsel und Kaderkritik nach enttäuschender Saison

Nach dem Aus von Albert Riera steht bei Eintracht Frankfurt weit mehr auf dem Spiel als nur die Trainerfrage. Auch der Kader und die internen Strukturen geraten massiv in die Kritik.

Frankfurt am Main – Eintracht Frankfurt beendet eine enttäuschende Saison mit einem umfassenden Neuanfang. Nach der Trennung von Cheftrainer Albert Riera richtet sich der Fokus nicht nur auf die Trainerfrage, sondern auch auf den Kader und die internen Abläufe, die einer gründlichen Überprüfung bedürfen. Dies stellt eine große Herausforderung für Markus Krösche, den Sportvorstand des Klubs, und das verantwortliche Team dar.

Die offizielle Trennung von Albert Riera erfolgte am Sonntag, dem 17. Mai, überraschte jedoch kaum jemanden in der Region. Nach nur 14 Pflichtspielen ist das Kapitel des Spaniers bereits beendet. Mit dem Trainerwechsel allein scheinen die Probleme der Hessen jedoch nicht gelöst zu sein. Laut Informationen des kicker wird der aktuelle Kader in seiner bestehenden Form als „nicht zukunftsfähig“ angesehen.

Besonders auf zentralen Positionen sehen die Verantwortlichen dringenden Handlungsbedarf. Der Bericht hebt hervor, dass der Mannschaft insbesondere echte Führungsspieler fehlen. Verstärkungen sind vor allem in der Innenverteidigung und im zentralen Mittelfeld geplant. Auch die Torhüterposition bleibt ein Thema: Kaua Santos gilt intern weiterhin als potenzielle Nummer eins für die Saison 2026/27, jedoch sorgen seine schwankenden Leistungen für Unsicherheiten.

Die Kritik beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Spieler auf dem Platz. Auch im Umfeld der Mannschaft soll laut kicker zunehmende Unruhe herrschen. Unter Sportdirektor Timmo Hardung sei ein gewisser „Schlendrian“ eingekehrt, weshalb auch der 36-Jährige intern nicht unumstritten ist. Die Herausforderungen des Klubs gehen somit weit über die Trainerbank hinaus.

Besonders problematisch für die Eintracht ist die Tatsache, dass der Verein trotz des enttäuschenden achten Platzes in der Tabelle und der verpassten Europapokal-Qualifikation weiterhin einen Transferüberschuss von rund 50 Millionen Euro erzielen muss. Dies erschwert die geplante Generalüberholung des Kaders, zumal Frankfurt ohne internationales Geschäft an Attraktivität auf dem Transfermarkt verlieren könnte.

Die Enttäuschung nach der Saison wurde auch von Jonathan Burkardt nach dem letzten Spiel deutlich gemacht. Der Angreifer äußerte: „Das System, das der Trainer versucht hat, spielen zu lassen, hat nicht zur Eintracht gepasst. Die Mannschaft hat an erster Stelle versagt. Wir sind sehr, sehr enttäuscht nach dieser schlechten Saison. Wir sind auch verdient nicht europäisch.“ Sollten die bestehenden Probleme bei Eintracht Frankfurt nach der Sommerpause nicht zeitnah angegangen werden, droht dem Klub eine ernsthafte Krisensituation.

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