Eintracht Frankfurt trennt sich von Trainer Dino Toppmöller
Eintracht Frankfurt hat sich von Trainer Dino Toppmöller getrennt und ihm in einer Pressemitteilung die Möglichkeit gegeben, seine Gedanken zu teilen. In einem emotionalen Statement äußerte der Coach, der am Sonntagvormittag freigestellt wurde, seine tiefe Verbundenheit mit dem Verein und den Wunsch, weiterhin mit der Mannschaft zu arbeiten.
Toppmöller akzeptierte die Entscheidung von Sportvorstand Markus Krösche und betonte, dass er mit großer Leidenschaft und Freude für Eintracht Frankfurt tätig war. Er drückte seinen Stolz über die Erfolge der vergangenen zweieinhalb Jahre aus und bezeichnete es als „Ehre“, für seinen Herzensklub zu arbeiten. Toppmöller wünschte dem Verein ruhigere und erfolgreichere Zeiten.
Die Entscheidung zur Trennung wurde nicht überstürzt getroffen, obwohl es im Umfeld Ungeduld gab. Der Verein nahm sich die Zeit, um eng mit Toppmöller zu kommunizieren, was von vielen Fans in den sozialen Medien positiv aufgenommen wurde.
Trotz des dritten Platzes in der letzten Saison und der damit verbundenen Champions-League-Qualifikation war Toppmöller in der Öffentlichkeit nicht unumstritten. Intern wurde seine Arbeit jedoch geschätzt. Anstatt ihn nach einer schwierigen ersten Saison 2024 zu entlassen, entschied sich der Verein, das Team um ihn herum neu aufzustellen.
Seine größte Herausforderung war der Abgang von Omar Marmoush im Januar 2025, den er erfolgreich kompensierte. Doch in der Sommervorbereitung traten Schwierigkeiten auf, die sich in der Bundesliga zeigten. Trotz eines starken Starts mit Siegen gegen Bremen, Hoffenheim und Galatasaray Istanbul traten bald darauf gravierende Probleme zu Tage.
Die Niederlage gegen Werder Bremen, in der Jovan Milosevic das zwischenzeitliche 3:2 erzielte, war das endgültige Aus für Toppmöller. Selbst der späte Ausgleich von Ansgar Knauff konnte die Fehler der Mannschaft nicht kaschieren, die häufig zu Gegentoren führten.
Nach der Pleite in Stuttgart, die als „C-Jugend-Fehler“ bezeichnet wurde, war klar, dass die Eintracht ihre Saisonziele gefährdet sah. Mit nur 27 Punkten auf dem siebten Platz war die Situation unhaltbar. Toppmöller hatte seinen Anteil an den Problemen, insbesondere die Unsicherheit in der Abwehr und die unklare Torhüterposition trugen zur Misere bei.
Trotz der vorhandenen Talente wie Hugo Larsson, Ellyes Skhiri und Mahmoud Dahoud gelang es dem Team nicht, eine stabile Leistung zu zeigen. Die Balance und Konstanz im Spiel fehlten, was Krösche in seiner Mitteilung deutlich ansprach und die unzureichenden Leistungen des Teams kritisierte.
Die Trennung von Toppmöller markiert die erste Trainerentlassung während einer Saison seit März 2016. Krösche sah keine andere Wahl, aber der Blick richtet sich nun nach vorne. Dennis Schmitt von der U21 und der ehemalige Spieler Alex Meier von der U19 übernehmen interimistisch für das Champions-League-Duell in Baku. Ein neuer Trainer soll bereits beim nächsten Spiel gegen die TSG Hoffenheim auf der Bank sitzen, wobei Marco Rose als heißer Kandidat gilt.