Eintracht Frankfurt U19 übersteht Überraschung in der Youth League
Die U19 von Eintracht Frankfurt darf weiterhin von einem Erfolg in der Youth League träumen. Der Sieg in Bilbao war eine große Überraschung.
Frankfurt – Rund 1.800 Zuschauer pilgerten am Dienstagabend ins Instalaciones de Lezama. Die U19 von Eintracht Frankfurt trat im Sechzehntelfinale der Youth League gegen Athletic Bilbao an. Die Rollen waren klar verteilt: Die Heimmannschaft hatte die Vorrunde ohne Niederlage absolviert und 14 von 18 möglichen Punkten geholt.
Alex Meier, der nach seinem kurzen Intermezzo bei den Profis wieder auf die Bank zurückkehrte, fand jedoch die richtigen Antworten. Sein Team ließ sich von zahlreichen Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen und entschied das Elfmeterschießen mit 4:3 (2:2 nach 90 Minuten) für sich. Damit haben die Frankfurter ihre eigenen Erwartungen übertroffen. Der Erfolg in Bilbao ist ein wahrer Überraschungscoup.
Der Start verlief denkbar schlecht: Nach einem frühen Rückstand (5.) folgte die Verletzung von Nilo Neuendorff (15.). Doch die Frankfurter fielen nicht auseinander, sie hielten dagegen und kamen durch Philipp Eisele (30.) nach einem Eckball zum Ausgleich. Statt mit einem Remis in die Kabine zu gehen, mussten sie kurz vor der Halbzeit jedoch den zweiten Gegentreffer (45.+1) hinnehmen.
Doch auch davon erholte sich das Meier-Team. Joker Benjamin Dzanovic traf (81.) und legte den Grundstein für den Erfolg, den schließlich Amil Siljevic mit zwei gehaltenen Elfmetern sicherte. „Es ist ein überragendes Gefühl. Wir waren gerade in der Kabine zusammen und haben gefeiert“, äußerte sich NLZ-Leiter Alexander Richter nach dem Abpfiff begeistert.
Meier lobte die „überragende Leistung“ seines Teams: „Wir haben zweimal einen Rückstand aufgeholt, das zeigt die Moral. Das Elfmeterschießen ist zwar immer auch eine Frage des Glücks, aber Amil hat überragend gehalten, auch schon in der regulären Spielzeit.“ Diese starke Leistung des Schlussmanns war in der hitzigen Atmosphäre von Bilbao entscheidend.
Bilbao erspielte sich acht Großchancen (Frankfurt hatte drei) und gab insgesamt 25 Torschüsse ab (Frankfurt fünf). Die Eintracht warf jedoch alles rein, was in ihr steckte. Ebur Bekir Is gewann beispielsweise vier seiner fünf geführten Zweikämpfe, und Toptalent Niko Ilicevic war am ersten Treffer direkt beteiligt und war als vorletzter Passgeber am zweiten Tor beteiligt. Das waren wichtige Akzente.
„Am Ende war es vielleicht ein wenig glücklich, aber auf diesem Niveau muss man sich diesem Druck erstmal entgegenstellen, insbesondere auswärts“, gab Meier zu. Diese Resilienz zeichnet das Team bereits während des gesamten Wettbewerbs aus. Sie gewannen ein Elfmeterschießen vor der hitzigen Heimkurve. Die Talente von Eintracht Frankfurt geben nicht auf und schlagen auch in schwierigen Momenten zurück.
Bezeichnend dafür war der Sieg am fünften Spieltag der Gruppenphase gegen Atalanta Bergamo, als Alexander Staff in der 89. Minute den 3:2-Siegtreffer erzielte. Auch beim aufregenden Spiel gegen den FC Liverpool (4:5) glaubte das Team bis zur letzten Sekunde an sich. Der Lohn für diese Entschlossenheit ist der Einzug ins Achtelfinale dieses renommierten Wettbewerbs.