Eintracht Frankfurt und die Entwicklung von Hugo Ekitiké
Eintracht Frankfurt hat in den letzten Jahren zahlreiche talentierte Stürmer hervorgebracht, darunter einige, die bereits vor ihrer Zeit in Frankfurt das Interesse des FC Bayern München geweckt hatten.
München/Frankfurt – Eintracht Frankfurt hat sich in Europa zu einem echten Stürmerklub entwickelt. Spieler wie Randal Kolo Muani, Omar Marmoush und Hugo Ekitiké wurden entweder ablösefrei oder für vergleichsweise geringe Summen verpflichtet, bevor sie für insgesamt über 250 Millionen Euro zu Clubs wie Paris Saint-Germain, Manchester City und Liverpool wechselten.
Während die Leistungssteigerungen von Marmoush und Kolo Muani viele überrascht haben, waren die Fortschritte von Ekitiké durchaus vorhersehbar. Trainer Dino Toppmöller äußerte sich im Podcast "Phrasenmäher" von Bild über Ekitiké: „Hugo Ekitiké ist ein herausragender Spieler, der viel Potenzial mitbringt.“ Zudem verriet er: „Wir haben uns schon beim FC Bayern München mit ihm beschäftigt.“
Bereits zuvor gab es Gerüchte, dass der 23-Jährige, während seiner Zeit bei Paris Saint-Germain, auf der Liste des deutschen Rekordmeisters gestanden habe. Toppmöller bestätigte nun diese Spekulationen und betonte, dass die Eintracht einen echten Qualitätsspieler verpflichtet hat. „Es war eine klare Entscheidung, die wir treffen mussten“, so der Eintracht-Coach.
Toppmöller war sich jedoch bewusst, dass Ekitiké, der im Januar 2024 für insgesamt 20 Millionen Euro verpflichtet wurde, Zeit benötigen würde, um sich zu entwickeln: „Ich wusste, dass wir in den ersten Monaten wenig von ihm erwarten können. Wir waren uns seiner Situation in Paris bewusst, wo er nicht viel trainiert hat. Aber wir haben das Potenzial in ihm erkannt.“ Nach einem Videoanruf wusste der Trainer dann auch, wie der neue Nationalspieler tickt.
Ekitiké liebt es, mit Tricks zu spielen, und sieht das Spiel als Unterhaltung: „Er bringt durch seine Spielweise, seinen Speed und seine Dribblings atemberaubende Qualitäten mit. Es ist wichtig, die richtige Balance zu finden.“ Toppmöller möchte eine Struktur schaffen, in der die Angreifer im vorderen Drittel ihre Stärken ausspielen können: „Man darf ihnen die besonderen Momente nicht nehmen.“
Das Talent von Ekitiké war schon früh offensichtlich, weshalb Liverpool nicht ohne Grund bis zu 95 Millionen Euro für den Angreifer überwies. Der FC Bayern hatte ihn zwar im Blick, doch ein Transfer kam nie zustande. Toppmöller hat nun die Gelegenheit, mit Ekitiké zusammenzuarbeiten und dessen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.