Eintracht Frankfurt will gegen Borussia Mönchengladbach aus der Krise

Eintracht Frankfurt will gegen Borussia Mönchengladbach aus der Krise

Eintracht Frankfurt ist fest entschlossen, die aktuelle Krise gegen Borussia Mönchengladbach zu beenden. Ein Trio von Schlüsselspielern könnte dabei entscheidend sein.

Frankfurt – Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Union Berlin nahm Mario Götze am Freitagabend am Sky-Mikrofon ausführlich Stellung. Trotz der Enttäuschung über den späten Ausgleich hob der Spielmacher die „gute Körpersprache“ seiner Mannschaft hervor: „Wir haben viele Fortschritte gemacht. Die Mannschaft ist stabiler und aggressiver geworden.“

Götze, der mit seiner Erfahrung ein gutes Gespür für das Team hat, war in den vergangenen Monaten eher im Hintergrund geblieben. Sein letzter öffentlicher Auftritt fand im Dezember während einer Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona (1:2) statt. Seither war der 33-Jährige kaum in Erscheinung getreten.

Mit der Ankunft von Trainer Albert Riera wurde Götze jedoch sofort wieder in die Verantwortung genommen. Riera platzierte ihn in seinem Kapitäns-Ranking an zweiter Stelle hinter Robin Koch, was die große Wertschätzung für den Weltmeister von 2014 verdeutlicht. Der Trainer strebt einen Ballbesitzfußball an und möchte, dass seine Mannschaft das Spiel kontrolliert – eine Philosophie, die Götze entgegenkommt, wie seine 77 Ballkontakte in Berlin zeigen.

In der aktuellen Phase, in der die Angreifer Can Uzun, Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib fehlen, ist Götze ein wichtiger Anker für das Team. Obwohl er wenig Torgefahr ausstrahlt, kann er dem Spiel der Eintracht durch seine spielintelligente Passspielweise seinen Stempel aufdrücken. Seine Ruhe am Ball vermittelt den Mitspielern Sicherheit.

Ein weiterer Spieler, der im Fokus steht, ist Hugo Larsson. Der Schwede erlebt in seinem dritten Jahr bei den Frankfurtern die bislang schwierigsten Momente. Nach gesundheitlichen Rückschlägen hat er nie zu seinem Rhythmus gefunden und stand gegen Union Berlin erst zum fünften Mal über 90 Minuten auf dem Platz. Diese Leistung entspricht nicht den Erwartungen, die an ihn gestellt werden.

Larsson zeigte gegen Berlin eine starke Zweikampfführung und gewann alle drei Bodenduelle gegen die Köpenicker. Dennoch muss er präsenter werden, denn 66 Ballkontakte als defensiver Mittelfeldspieler sind ausbaufähig. Es ist eine große Herausforderung für Riera, Larsson wieder in Topform zu bringen, da er zu den größten Talenten seiner Position in Europa zählt.

Im Gegensatz zu Larsson hat sich Nathaniel Brown in dieser Saison als Konstante etabliert. Während der Schwede mit Rückschlägen kämpfte, entwickelte sich der Linksfuß zu einem wichtigen Spieler in der Achterbahnsaison der Eintracht. Unter Riera orientierte sich der Torschütze zur zwischenzeitlichen Führung zunehmend in die zentrale Position. Am Spielaufbau war er kaum beteiligt, da Koch, Arthur Theate und Rasmus Kristensen mit über 100 Ballkontakten das Geschehen dominierten.

Dennoch spielt Brown eine Schlüsselrolle. Er hat sich gegen die Rückschläge des Teams gestemmt, gefährliche Situationen kreiert und zeigt eine beeindruckende Zweikampfstärke in der Bundesliga (55 Prozent) und vor allem in der Champions League (73 Prozent). Diese Reife ist für sein junges Alter bemerkenswert.

Die Eintracht sehnt sich nach neun Pflichtspielen ohne Sieg nach einem Dreier. Am Samstag (15:30 Uhr) steht Riera vor seinem Heimdebüt gegen Borussia Mönchengladbach. Kann er seinen Spielern das nötige Selbstvertrauen geben? Sind sie bereit, die mentale Hürde zu überwinden? Besonders das Trio Brown, Götze und Larsson wird im Mittelpunkt stehen.

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